Freiheit ist …

geschrieben in gesellschaftliches, nachdenkliches am Mai 29th, 2011 von ra.f.

… deinem Auto die Entscheidung zu überlassen welche Straße es befahren will, um dennoch immer an einen Ort zu gelangen der dir vertraut ist. Es ist Nacht, es ist Sonntag, die Sperrstunde ist seit Minuten überschritten. Der Barkeeper wischt den Tresen. Ich trink aus und trete hinaus. Die Dunkelheit wirkt friedlich und beruhigend. Ich lasse mich weiter treiben und im Radio stellt Pink Floyd die Frage “did you exchange a walk on part in the war for a lead role in a cage?”

… mir auf der Market Street, Höhe Hotel Whitcomb ein Plätzchen vor dem runtergekommenen Burger King zu sichern. Es ist Nacht, es ist Sonnabend, ein steter Wind weht durch die Stadt in die Bay. Der Boden ist kalt, die braune Tüte macht es erträglich. Die aufgetakelten Miezen der lower Middle Class stolzieren auf ihren glizernden Pumps an mir vorbei. Ich hasse sie. Sie rümpfen die Nase als ihnen mein beißender Geruch nach Pisse in die Nase steigt. Sie wenden sich ab. Angeeckelt von mir! Bald schon haben sie vergessen und träumen weiter ihren Traum vom Land of the free.

Ist das Freiheit? Ist das Sklaverei?

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Am Ende des Tages

geschrieben in persönliches am Mai 23rd, 2011 von ra.f.

Und was bleib am Ende des Tages? Was bleibt übrig wenn die Sonne am Horizont im Meer versinkt? Was dürfen wir mitnehmen und was müssen wir zurücklassen? Was kommt nach der Nacht die uns erwartet? Und werden wir träumen?
Du kennst nun alle Antworten. Alles ist vergänglich.
Das Leben ist wie Musik. Sie ist nicht der Komponist der sie ersinnt, sie ist nicht der Chor der sie singt,  nicht die Luft in der sie schwingt … Musik, das ist das Ohr in dem sie klingt.

(für Olga)

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Den Kopf voll Nix

geschrieben in kulturelles, menschliches am Mai 21st, 2011 von ra.f.

BAP – Verdammt lang her (1981)

… Ich weiß noch wie ich nur dovun jedräump hann
wovunn ich nit woss wie jet söke sollt
vuur lauter Sookerei et Finge jlatt versäump hann
un üvverhaup wat ich wo finge wullt

Nen Kopp voll Nix nur die paar instinktive Tricks
et duhrt lang besste dich durchblicks …

Ich weiß noch wie ich nur davon geträumt hab
wovon ich nicht wusst wie ich es suchen sollt
vor lauter Sucherei das Finden glatt versäumt hab
und überhaupt was ich wo finden wollt

Den Kopf voll Nix, nur die paar instinktive Tricks
es dauert lang bis du dich durchblickst

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Als der Tropfen die Erde berührte

geschrieben in nachdenkliches, sinnloses am Mai 21st, 2011 von ra.f.

Als der Tropfen die Erde berührte stand die Welt für den Moment eines Augenblicks still. Es war als wolle sich die Zeit eine Pause gönnen, eine kleine Rast in ihrer endlosen Unruh. Nun wird sich der eine oder andere fragen, wenn doch alles still stand, wer sollte denn dieses Ereignis beobachtet haben um darüber zu berichten?  Nun ja, niemand konnte das! Es war der Tropfen, er war Auslöser und er war Zeuge. Und alles was die Welt ausmachte, spiegelte sich in diesem Moment auf seiner Oberfläche. Tausend Formen und tausend Farben. Den Boden, den Himmel, Wolken und Sonne, Pflanzen, Tiere und Menschen, alles war erkennbar auf dieser glitzernden Fläche.  Im Innern sammelten sich die Gedanken, die Ideen, Gefühle und Wünsche, Träume und Sehnsüchte.  Alles fand einen Ort und fügte sich ein. Wäre die Welt in diesem Augenblick verharrt, hätte man es als perfekten Zustand beschreiben müssen. Nur die Zeit selbst konnte keinen Platz  im Tropfen besetzen,  sie stand still abseits. Doch die Schönheit des Tropfens zog sie an. Und da sie dieser Magie nicht lange widerstehen konnte, fing sie an sich zu ihm hin zu bewegen. Aber bevor die Zeit den Tropfen erreichte, schlug dieser auf die Erde auf und zerstob in tausend Wasserfontänen. In diesem Moment wurde die Welt neu erschaffen! Doch niemand hat es bemerkt. Nur die Zeit war geblieben was sie immer war, ein langes Band im Hier und Jetzt bis zum Vergessen hin.

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Die Blume

geschrieben in persönliches am Mai 15th, 2011 von ra.f.

Vor Jahren hab ich eine Blume geschenkt
Es ergab sich und geschah aus dem Moment
Als kleines Symbol von Zuneigung zu ihr
doch unbekümmert, denn wir waren nicht wir

Die Zeit hat anders entschieden
Die Blüte verwelkt, wir auseinander getrieben
Im Rückblick, die einzige Blume an die ich mich erinner
Und manchmal träum ich sie blüht noch immer

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