(Di-)Versificator

geschrieben in gesellschaftliches, menschliches am Juni 24th, 2011 von ra.f.

“It was one of countless similar songs published for the benefit of the proles by a sub-section of the Music Department. The words of these songs were composed without any human intervention whatever on an instrument known as a versificator. But the woman sang so tunefully as to turn the dreadful rubbish into an almost pleasant sound.”

So hat es Orwell in 1984 beschrieben. Selbst der letzte Mist, selbst wenn von einer Maschine, einen Instrument ohne menschlichem Zutun geschaffen, und mit dem einzigen Zwecke versehen, die niederen Proleten, die Primitiven oder Asozialen zu unterhalten und zu verblöden, lässt sich durch das Wunder eines unbezwungenen Geistes, egal wie gebildet, egal wie aufgeklärt, von Blei zu Gold verwandeln. Das ist es woran ich glaube.



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1 Kommentar zu “(Di-)Versificator”

  1. René schrieb:

    Musik ist gut, wenn sie gefällt.

    Bestimmte Elemente werden langweilig, wenn man sie zu oft gehört hat.

    Man sollte Musik nicht zu logisch betrachten, weil sie an die komplexe Psychologie der Emotion anknüpft.

    Manipulation geschieht, wenn der Mensch nicht über die Folgen aufgeklärt wurde, während der Manipulator sich darüber im Klaren ist.

    Selbst Musik zu machen macht Spaß.

    Was ich sagen möchte: Ich verstehe was du meinst, aber ich denke, dass es immer Menschen geben wird, die bessere Musik machen als Maschinen. Wenn sogar wenigstens es eine Kunst wird, Maschinen zu machen die Musik machen. Ich habe immer wieder entdeckt, dass es einige reizvolle Elemente im Pop gibt. Auch betrachten manche Menschen Musik zu logisch, schließlich entscheidet nicht die Komplexität ob die Musik gut ist, sondern es ist eine nicht lösbare Frage der Kunst, die Frage des Ideals. Solange es Spaß macht, Musik zu hören und zu machen, kann der eigenen Meinung nach schlechte Musik egal sein.

    Auch denke ich vorsichtig, dass die Ablehnung des Pops eng mit der Ablehnung der Masse der Menschen liegt. Zumindest habe ich so gedacht, als ich dachte, dass der Großteil der Menschheit dumm ist, was eigentlich in einer sozialen Phobie begründet liegt.

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