Mauerblümchen
geschrieben in menschliches am Oktober 22nd, 2009 von ra.f.Sie verlässt die Wohnung nicht sehr gerne. Meist nur zum Einkaufen, im Supermarkt um die Ecke. Dort weiß sie genau, wo die Dinge stehen die sie braucht. Dem gelangweilten Blick der Kassiererin weicht sie aus. Zählt nicht das Wechselgeld. Packt alles zusammen, verschwindet und hinterlässt keinen Eindruck.
Ihre Wohnung ist klein, nicht mehr als ein Zimmer. Alles hier ist ihr vertraut. Hier fühlt sie sich sicher. Das ist ihre Burg. Niemand sonst, hat je die Schwelle überschritten.
Nur ganz früh am Morgen, wenn alles noch schläft, läuft sie hinunter an den kleinen See im Park. Niemand ist hier. Sie will nicht gesehen werden. Sie will nicht angestarrt werden. Sie findet sich hässlich, sie findet sich dumm.
Dann setzt sie sich auf die Bank und fängt an zu träumen. Vergisst die Zeit und vergisst ihr einsames Leben. Aber sie träumt nicht davon schön und klug zu sein. Nicht davon geachtet und begehrt zu werden. Nicht von Reichtum und auch nicht von Erfolg. Sie träumt nicht von Afrika oder Shoppen in Paris. Das alles liegt ihr fern.
Was sie sich dann vorstellt ist ein Jemand, der an ihrer Seite sitzt und mit seinen Fingern ihre Hand berührt. Ein Lächeln in ihrem Gesicht, ein glücklicher Moment, kein Wort kann das beschreiben.
(Fortsetzung siehe hier)| Tags: Einsamkeit, Glück, Leben, Mensch, Momente, Sehnsucht, Träume



Nice words. Are we all not some time in life through such a situation?
Interessanter Blogpost, jedoch habe ich mal eine Frage. Wie kann ich diesen Post zu meinem Feed Leser hinzufügen? Ich finde das Icon nicht. Danke