Vom Dambedei zur Vögelei

geschrieben in komisches, sinnloses am Dezember 6th, 2010 von ra.f.

Das Web ist eine Ansammlung von nutzlosem Wissen, da kann bei “einfach mal schnell was googeln” schnell ein ganzer Nachmittag vergehen. Passiert mir eigentlich ständig, mit einer auffälligen Häufung an langweiligen Sonntagnachmittagen.

Nun ja es ist zwar nicht Sonntag aber heute war es der Dambedei der mich auf diese Reise geschickt hat. Ausgangspunkt war das Zungenbrecher-Wörtchen “Chräddiemänner”, das heute ein Kollege synonym für den Dambedei verwendet hat.

Eigentlich war ich ja bis dato der Meinung, der Dambedei sei eine Erfindung der Karlsruher Badenser – also Mittel-Badenser – da mir als gebürtigem Nord-Badenser dieses Männ’le völlig unbekannt war. Da muss ich also lernen das es noch etliche andere Bezeichnungen für dieses Hefemännchen gibt und das “Chrädiemänner” oder “Gräddimänner” wohl eher auf Süd-Badenser oder Fast-Schon-Schweizer hindeutet.

Ich weiß nicht warum, irgendwie hat’s mir dann das Wörtle “Ei” angetan. Innen drin und hinten raus hat’s ja was zu tun mit dem Dambedei. Gesucht hab ich aber nach einem Kabarettisten, dessen Name mir völlig entfallen ist, aber der ein wundervolles Stück über das  “Ei” in den deutschsprachigen Dialekten gespielt hat. Gefunden hab ich ihn nicht.

Dafür kam ich auf eine Seite die sich ganz den Kuriositäten der deutschen Sprache widmet, auf der der Autor überzeugend darlegt, dass das Geweih ohne h geschrieben, “ei” wie “hey” ohne h gesprochen und das Vogelei eigentlich das “Vögelei” sein müsste und auch das der Artikel “die” doch gern von nicht-muttersprachlich Deutsch-Sprechern als Einheitsartikel verwendet wird, da er neben dem weiblichen auch den Plural beschreibt, was – zugegeben aus meiner etwas vermännlichten Sicht – “die Vögelei” zu einer lustvollen Wortschöpfung mit Migrationshintergrund macht.

Und weil diese Beschäftigung heut Abend so unglaublich sinnlos war, ist mir mal wieder mein verwahrloster Blog eingefallen. Damit sich der nicht gar so allein gelassen fühlt, hab ich ihm heute diese Zeilen geschrieben. Und all die, die das auch noch lesen sind selbst schuld. Ich übernehme keine Haftung für sinnlose Zeitverschwendung.

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Ein bisschen Frieden (FSK 18)

geschrieben in komisches, kulturelles am September 28th, 2010 von ra.f.

Zugegeben nicht ganz neu, aber heute ist es mir mal wieder durchs Ohr gekrochen.”Ein bisschen Frieden” in der Version von J.B.O.  Unglaublich gut wie brutal die Erlanger Jungs diesen Song  mit brachialem Rammstein Sound und dem Getöse einer Gatling, zu einer der zynischsten Parodien auf die schöne heile Welt der sog. volkstümlichen Schlagermusik machen. Oh, moment mal … kurz nachgedacht … nicht diese Interpretation ist zynisch … die Schlagermusik ist es.

Wie auch immer, hört selbst …
(das Video im Anime Style gibt dem Lied gleich noch einen ganz neuen Charakter)

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Der rote Bügel

geschrieben in alltägliches, komisches am Juli 8th, 2010 von ra.f.

Es gibt Ideen die sind es einfach wert das man sie mal erwähnt. Wie beispielsweise auch der folgende raffinierte Einfall, der besonders ein großes Leid modebewußter Frauen auf ein erträgliches Maß reduzieren könnte.

Kürzlich erzählte ein Kollege von einer Freundin oder Bekannten die folgendes Verfahren zum Aussortieren nicht mehr getragener Kleidungsstücke aus dem Kleiderschrank, anwendet. Dazu, hängt sie zum Jahresbeginn einen roten Kleiderbügel ganz links an die Stange ihres Schranks. Jedes Wäschestück, dass sie im Laufe des Jahres nun von der Stange nimmt um es zu tragen, hängt sie, nach erfolgreicher Nutzung und Reinigung,  wieder zurück an die Stange, und zwar – und jetzt kommt der Clou – immer links vom roten Bügel. Am Ende des Jahres hängen also nun alle Kleider, die im Laufe des Jahres getragen wurden links vom Bügel und alle die nicht getragen wurden rechts vom Bügel. Dem Leser oder der Leserin sei nun die Schlussfolgerung selbst überlassen, welcher Teil des Kleiderschranks sich für die Kleidersammlung am besten eignet.

Ist diese Idee nicht weltbewegend?  Beschreibt sie nicht eine alltags-taugliche Lösung für eines der Kernprobleme unserer modernen Gesellschaft? Sollte die Erfinderin dieses wunderbaren Einfalls zufälligerweise diese Zeilen lesen, möge sie sich doch bitte kurz zu Wort melden und mir bestätigen (oder mich korrigieren), dass ich ihr Verfahren hier korrekt wiedergegeben habe.

Noch ein paar kleine Tipps:

1. für Rechtshänder(*) empfiehlt es sich dieses Verfahren, spiegel-verkehrt anzuwenden. Also roter Bügel recht und alles rechts vom roten Bügel wieder einordnen. Und ganz wichtig – bitte nicht vergessen – am Ende des Jahres all das, was links vom Bügel hängt aussortieren.

2. für Farbenblinde, insbesondere bei einer ausgeprägten Rotschwäche(*), wäre auch ein grüner Bügel mit gelb-gepunkteten Giraffen geeignet.

3. Menschen – egal ob Frau oder Mann – die Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von Links und Rechts haben(*), sollten dieses Verfahren besser nicht anwenden, es könnte unerklärliche Nebenwirkungen haben.

4. für Männer(*)  – gleich welchen Alters – ist dieses Vorgehen grundsätzlich ungeeignet, da am Ende des Jahres auf der rechten Seite des Bügels keine Kleidungsstücke mehr hängen werden. In manchen Extremfällen wird auch links vom Bügel nichts mehr zu finden sein.

(*) wie z.B. der Autor dieser Zeilen

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K.I. (künstliche Inkompetenz)

geschrieben in komisches, persönliches am April 9th, 2010 von ra.f.

Das erste Mal das ich in meinem Leben mit der künstlichen Intelligenz der Maschinen konfrontiert wurde, war in der 9. oder 10.  Klasse der Realschule, so um das Jahr 1987. Mit Computern hatte ich zwar schon etwas länger Erfahrung gesammelt (meine aufgemotzte C64 Brotschachtel war schließlich der Hauptstromfresser in meinem Elternhaus), aber ein besonders prägendes Erlebnis kam ganz unvorhergesehen aus dem eigentlich völlig analogen Umfeld der Schule.

Wie gesagt, letztes oder vorletztes Schuljahr, danach war der Einstieg ins harte Berufsleben obligatorisch. Nur welchen Beruf sollte man ergreifen? Das war die wichtige Frage für Eltern und Lehrer und man selbst machte das Spielchen – naiv wie man war – halt  mal mit.  Nun kam es, dass das Arbeitsamt (damals noch keine kundenorientierte Agentur wie heute), genauer gesagt das B.I.Z. (Berufs-Informations-Zentrum), ein ganz neues modernes, computer-unterstütztes Berufsfindungsangebot hatte.

Nach Angabe ein paar weniger Kriterien darüber,  wie man sich sein späteres Berufsleben so vorstelle, sollte ein intelligenter Computer berechnen, welches der Idealberuf für einen persönlich wäre. Wow! Spannend war das! Es sollte auf einer Skala angegeben werden, wie wichtig oder unwichtig einem bestimmte Eigenschaften in seinem zukünftigen Beruf seien. An die zwei, für mich entscheidenden, Kriterien erinnere ich mich. Das erste Kriterium: “Sollte was mit Technik zu tun haben” … na klar doch … sehr wichtig angekreuzt! Das zweite Kriterium: “Du möchtest den Menschen helfen” …  dumm und verblendet von Serien wie Captain Future und Raumschiff Enterprise habe ich diese Frage etwas falsch interpretiert, für mich las sich das wie:  “Du möchtest der Menschheit helfen”  … klar doch … ich werde die Welt verbessern … wartet’s nur ab … sehr wichtig angekreuzt.

Nach ein paar Wochen kamen die Ergebnisse nadel-gedruckt auf einem Streifen grün-weißem Endlospapiers. Endlich sollten meine sehnlichsten, unausgesprochenen Berufswünsche, wie Raumfahrer oder Hubschrauberrettungspilot, von amtlicher Seite her bestätigt werden. Voll Spannung begann ich zu lesen. An Position 1 stand:  Zahntechniker … danach folgten noch ein paar weitere Berufe aus dem medizinisch-technischen Bereich. Um es vorsichtig zu sagen, ich war schockiert! Ich, der Erzfeind unseres örtlichen Zahnarztes, sollte Zahntechniker werden! Niemals! Ich lies denn Ausdruck dann ganz schnell und unauffällig verschwinden und immer wenn mich jemand darauf anspracht druckste ich drum herum.

Damals kam in mir die Einsicht hoch, dass es um die Intelligenz der Computerprogramme nicht sehr gut bestellt war. Was mich letztlich aber auch mit dazu bewogen hatte – nicht ganz im Einklang mit den Ansichten meines Vaters -  weiter zur Schule zu gehen, das Abi zu machen, um dann das zu Studieren, was mich dazu befähigen sollte diese dämlichen Rechenmaschinen schlauer zu machen.

Um es kurz zu machen, erreicht habe ich das bis heute nicht. Künstliche Intelligenz ist und bleibt ein Mythos.  Aber im Rückblick auf dieses Ereignis ist mir klar geworden, das menschliche Intelligenz – zumindest aus meiner Warte betrachtet und auf mich blickend – auch nicht mehr sein kann als nur ein Mythos. Denn hätte ich damals den Rat der Maschine befolgt, hätte ich mir wahrscheinlich im Laufe der Jahre, durch eigenes handwerkliches Geschick, viel Geld sparen können und würde mich jetzt nicht mit dem  Preis- und Leistungsvergleich von Zahnzusatzversicherungen rumschlagen müssen.

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Kaffee-Kola

geschrieben in komisches, sinnloses am März 26th, 2010 von ra.f.

Das einzige was ich von den diesjährigen Olympischen Winterspielen mit bekommen habe war der 50km Langlauf der Herren am letzten Tag der Spiele. Hellhörig wurde ich als der Reporter davon sprach, dass sich die deutschen Langläufer mit einer Mischung aus Kaffee und Cola vor der letzten Runde nochmal so richtig aufputschen. Der ultimative Energy-Drink, dachte ich! Das wollte ich auch mal probieren. Hier die Ergebnisse meines Selbstversuchs.

Die erste Variante die ich mir ausgedacht habe bestand zur Hälfte aus starkem Kaffee (8 Löffel auf einen 1/2 Liter Wasser) und zur anderen Hälfe aus einer Standard-Coke. Das ganze dann noch eisgekühlt. Geschmacklich ist das nicht unbedingt der Brüller. Ich schätze das ließe sich nicht gerade gut verkaufen. Was wohl auch der Grund ist warum das noch nicht sehr viele auf den Markt geworfen haben. Aber hat es Wirkung gezeigt? Ein Energie-Stoß? Ein Raketenstart in den Tag? Dazu komm ich gleich noch.

Bei der zweiten Variante wollte ich es dann aber wissen und habe versucht die geschmackliche Unmöglichkeit zu verbessern. Diesmal hab ich die Cola zum kochen gebracht und damit den Kaffee aufgebrüht, wieder mit der gleichen Menge Kaffee-Pulver. (Anmerkung am Rande: man sollte das nicht unbedingt in der Kaffeemaschine tun) Ich habe dann versucht dieses Gebräu heiß zu trinken aber ich muss sagen, schon alleine die Dämpfe waren dermaßen abstoßend , dass mich schon nach  dem zweiten Schluck der Mut verlassen hat. Widerlich!

Jetzt noch zur Wirkung. Naja, von beiden Varianten hab ich nicht sehr viel getrunken, es ging einfach nicht. Von daher war die aufputschende Wirkung wohl auch nicht sehr deutlich zu spüren. Den Raketenstart hab ich dann aber  doch noch bekommen! Das war ein paar Stunden später. Dabei hatte ich sogar ein Startrampe … die war aus Keramik und hatte eine Brille.

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Back to Sinnlos

geschrieben in komisches, sinnloses am Februar 8th, 2010 von ra.f.

So, jetzt ist aber Schluss mit dem Winterschlaf. Wieder ganz schön Speck angesetzt die letzten Wochen und das nicht nur um die Hüften! Um der fortschreitenden Hirnverfettung wieder ein bisschen entgegen zu wirken, wird hier jetzt mal wieder ein bisschen geboggt. Im Übrigen frag ich mich jedes Jahr, wie es hibernierende Tiere schaffen im Schlaf ihre Fettpolster abzubauen. Mir gelang das noch nie. Ich sage dem Wissenschaftler der dieses Geheimnis lüftet unermesslichen Reichtum voraus.

Aber genug der Wahrsagerei. Was hat sich in den letzten Wochen sinnloses ereignet. Da gäbe es sicherlich einiges zu berichten. Anfangen möchte ich aber mit ein paar wirklich unnützen Schmankerln aus der Statistik, und zwar aus den Statistiken dieses Blogs. Schön brav, wie Maschinen nun mal sind, hat die Wortpresse die ich hier zum Schreiben verwende, alle Suchbegriffe aufgezeichnet, die die Besucher dieses Blogs bei Google & Co. eingegeben haben, bevor sie auf diese Seite kamen.
(Aber keine Sorge, niemand muss sich darum Sorgen machen, das ich ihn hier jetzt oute. Denn es ist mir völlig unmöglich raus zu finden wer hinter diesen kuriosen Suchbegriffen steckt. Aber sollte sich jemand darin wiederfinden, kann er sich ja mal melden ;-)

Hier also ein paar Bespiele sinnloser Suchender:

“sinnlos ficken” – das ist der Top Suchbegriff über den Leute auf diesen Blog kommen! Mich würde interessieren, wie hoch der Anteil der nymphoman veranlagten Leserschaft ist. Schreibt mir doch mal in den Kommentar. Im übrigen gibt es da einen der über das Stadium des sinnlosen fickens schon längst weit hinaus ist. Er suchte nach “eber ficken”. Ein wahrer Messias!

“das verb von bedürfnis” – pinkeln!

“träume ist das ein verb?” – sicher doch. Am liebsten ist mir dabei aber der Infinitiv.

“mutter kinder schwimmbad pullern” – das wahre Problem unserer Zeit. Liebe Mütter, seid euren Kindern ein Vorbild, lasst das sein.

“2003 öffne deine augen” – lass die Augen lieber zu

“gegenveranstaltung heiligabend” - das ist der politische Aschermittwoch, da wurde vorher schon gesoffen und danach erst wird das Alle-jahre-wieder Geblubber abgesondert.

“nach trennung leben sinnlos” – diese Frage lässt sich leider nur dann zufriedenstellend beantworten wenn der Fragende weiß ob vor der Trennung sein Leben einen Sinn hatte. In diesem Fall wäre die Antwort “vielleicht”, sonst tendiere ich eher zu einem klaren “nö”.

“welcome my son welcome to the machine üb” – da bin ich doch gerne behilflich, das heißt soviel wie “Willkommen Sohn ich weiß was du suchst” … die Idee zu diesem Satz hatte Pink Floyd im übrigen von Microsoft übernommen, die den arglosen User beim Starten von WindowsXP mit einem herzlichen “Willkommen” begrüßen.

“einsam schmerz tod” - leider ist das bei manchen eine Kausalkette

“bedeutung von sinnlos” oder “welche bedeutung hat sinnlos” – diese Suchanfragen machen mich schon ein bisschen Stolz. Ich hoffe die Suchenden haben eine entsprechend sinnlose Antwort hier gefunden. Falls nicht, ich arbeite dran, ok!? Schaut in einem Jahr nochmal vorbei.

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Fototermin im Kinderbecken

geschrieben in gesellschaftliches, komisches am Oktober 18th, 2009 von ra.f.

Eine Szene die sich heute in einem Schwimmbad ereignete:

Das Fotomodell im Kinderbecken wirkte etwas angespannt. Es war nicht die erste Session dieser Art die es in seinem einjährigen Leben bestehen musste. Es war schließlich Profi! Für das Leben vor der Kamera geboren und auf dem Catwalk des elterlichen Domizils fühlte es sich schon nach den ersten 100 Schritten wie zu Hause. Doch diese Location war ungewohnt. Sicherlich war das Wasser angenehm, doch dieses Publikum – wilde, tollende Kinder und andere Badegäste – war ihm suspekt. Und die neuste Pampers Kollektion die es präsentieren sollte bewies ihre Saugfähigkeit nicht nur für innerliche Nässe. Doch es hatte ein professionelles Team um sich. Mama, Choreographin und Stylistin in einer Person, sorgte für eine ansprechende Szenerie und gab Tipps und Hilfestellungen für die richtige Pose.  Und wollte das Lächeln neben der Wasserfontäne gar nicht mehr gelingen, so war sie es, die mit motivierenden Gesten aus dem Off die Einstellung zu retten vermochte. Sehr zum Wohlgefallen des Fotographen. Papa, der sehr darauf bedacht war das nicht all zu viel Feuchtigkeit sein digitales Equipment  in Gefahr brachte, erblühlte förmlich in seiner künstlerischen Schaffenskraft. Die technischen Möglichkeiten voll ausreizend, immer den Einfall des Lichts beachtend, verrenkte er sich in allerlei skurilen Stellungen  um den besten Blickwinkel auf sein kleines Top-Modell einzufangen. Nach einer halben Stunde war der letzte Shoot dann im Kasten. Die Drei begaben sich dann wohl, nach einem kleinen Zwischenstop im Wickelraum, in ihr häusliches Studio zurück, wo sie das gewonnene Rohmaterial sichteten und mit der Nachbearbeitung für die zahlende Verwandschaft begannen.

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Marktlücke

geschrieben in alltägliches, komisches am Oktober 12th, 2009 von ra.f.

“Muss das sein?!” hab ich mich gefragt, als ich mit ein paar Leuten kürzlich eine noch relativ neue Gaststätte besuchte. Nein, ist nicht ganz korrekt, eigentlich hab ich mich gefragt “Muss ich da rein? “. Um was geht’s? … ja richtig! … es geht ums Pinkeln, ums Wasserlassen, ums Brunsen, um es mal ganz deutlich zu sagen. Jeder tut es und jeder muss mal.
So wie ich an jenem Abend auch. Also begab ich mich auf die Herrentoilette. Zuerst war ich ein wenig verwirrt. Ich befürchtete schon die Peinlichkeit versehentlich die Tür zur Damentoilette erwischt zu haben, denn alles was ich vor fand waren Handwaschbecken und Toilettenkabinen. (Ganz am Rande möchte ich hier mal kritisch anmerken: manchmal wird es einem nicht leicht gemacht Männlein und Weiblein auf den Türen zu unterscheiden).
Aber das war nicht das Problem, ich war definitiv im Herrenklo gelandet. Nur wo waren die Urinale? Ein zweiter Mann, der sich wohl besser aus kannte, drängte sich an mir vorbei, stellte sich vor ein Waschbecken und begann seinen Schlitz zu öffnen. Ich dachte der muss völlig besoffen sein und machte ihn auf seinen offensichtlichen Irrtum aufmerksam. Er zeigte nur auf ein Schild das über dem Spiegel vor dem Waschbecken angebracht war und meinte: “Das ist hier so!”, und dann noch so was wie: “Davon träumt man doch Zuhause immer nur!” … Hä! Wie bitte! Hab ich das richtig verstanden! Ich soll hier ins Waschbecken pissen! Also Leute, ihr habt sie doch nicht alle! Davon hab ich garantiert noch nie geträumt!
Bin ich inzwischen so konservativ geworden, um so etwas noch gut finden zu können. Es ist ja nun mal eine Begleiterscheinung des Älterwerdens, das man nicht mehr jedem neuen Trend hinterher jubelt. Aber bitte! Geht das hier nicht zu weit? Handwaschbecken als Urinale! Und die Spülung kommt tatsächlich aus dem Wasserhahn. Muss das sein? … Nein! das muss es nicht … bzw. ich musste nicht mehr … bzw. ich konnte nicht mehr … nicht so!
Also ging ich in eine der Kabinen und erleichterte mich im Stehen! Das habt ihr nun davon.

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lupen rhein

geschrieben in komisches, sinnloses am August 23rd, 2009 von ra.f.

“Laura, horch jetzt uff des was de Babba secht”

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lieber wieder “ficken” …

geschrieben in komisches, kulturelles am Juli 9th, 2009 von ra.f.

Einer meiner Kollegen möchte ein Zeichen setzen … gegen die zunehmende Verwendung von Anglizismen im täglichen Gebrauch unserer deutschen Sprache.
Insbesondere der viralen Verbreitung des sehr in die Mode gekommenen Schimpfwortes “fuck” möchte er enschieden entgegen wirken.

Ich möchte ihn dabei ausdrücklich unterstützen … und rufe deshalb alle auf … lasst uns lieber wieder “ficken” … sagen.

Und sollte jemand jetzt meinen … nicht soviel reden, lieber handeln … dann sei ihm oder ihr gesagt … tut was ihr wollt … aber immer schön anständig bleiben!

Und weil es so gut zum Thema passt … als kleines Schmankerl sozusagen … hier der Klassiker von Ganz Schön Feist – “Du willst immer nur f……!”

P.S. Jetzt höre ich euch sagen: “Du schreibst hier gegen Anglizismen, dann schau dir mal den Titel deines Blogs genauer an!”. Da muss ich euch in absolut besserwisserischer Manier dann entgegnen, dass es sich bei dem Unwort “verbloggt” nicht um einen Anglizismus handelt, sondern um lupenreines Denglisch!

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