Todfeinde

geschrieben in kulturelles, sinnloses am Februar 9th, 2010 von ra.f.

Die beiden konnten sich nicht leiden. Schon seit Kindertagen prügelten sie aufeinander ein. Manchmal mit Worten, manchmal mit Schlägen, immer boshaft und immer maximal verletzend.

Jetzt standen sie sich gegenüber zum letzten Duell; bewaffnet, geladen und bereit.  Der Hass stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Heute wird es sich entscheiden. Unzählige Stunden der Wut, der Erniedrigung. All die Jahre und jetzt hier. Sämtliche Gemeinheiten kommen hoch und konzentrieren sich in diesem Moment. Einer muss verlieren, den höchsten Preis bezahlen. Jetzt wird es geschehen … entsichert! … der Finger am Abzug und der Abzug am Anschlag …

Die Nacht war stockfinster und totenstill. Niemand war hier, keine Zuschauer, kein schadenfrohes Gelächter, keine Anheizer. Niemand sieht wie sie auseinander gehen und den Sinn ihres Daseins zurück lassen…

Einige Zeit später fand man den einen erhängt in seinem Keller, der andere jagte sich in seinem Loch eine Kugel in den Kopf. Bei beiden fand man einen Zettel auf dem stand:

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Forever Young

geschrieben in kulturelles, persönliches am Januar 1st, 2010 von ra.f.

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wer denkt da nicht ans älter werden? Doch schaut das Video von Alphaville. Das ist 80er Jahre Charme mit Overall und dauergewellter Schmalzfrisur. Die Bilder sind schon etwas in die Jahre gekommen. Aber hört auf die Musik von “Forever Young”! Wirkt sie nicht heute so frisch wie vor 26 Jahren? Man kann sagen sie ist zeitlos jung geblieben. Vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck, mag sein. Doch darum geht es. Die Diamanten in unserem Leben, das sind die Dinge denen die Jahreszahlen nichts anhaben können. Und besitzt nicht jeder von uns so etwas das er für sich bewahrt?

Some are like water, some are like the heat
Some are a melody and some are the beat
Sooner or later they all will be gone
Why don’t they stay young
It’s so hard to get old without a cause
I don’t want to perish like a fading horse
Youth is like diamonds in the sun
And diamonds are forever


Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr 2010

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Erebus piano

geschrieben in kulturelles am Dezember 6th, 2009 von ra.f.

Erebos (gr. ῎Ερεβος von ἔρεβος „dunkel“, lat. Erebus) ist in der griechischen Mythologie der Gott und die Personifikation der Finsternis. (siehe Wikipedia)

Dieser düstere Geselle bildet heute den Rahmen für mein kleines Geschenk an euch zum 2. Advent, zum Nikolaustag. Es ist ein kleines, gefühlvolles Stück das ich vor kurzem entdeckt habe.  Etwas Entspannendes und so gar nicht finster. Sehr passend für den heutigen Tag, wie ich finde.  Hört selbst …

Erebus (piano)

Einen schönen 2. Advent wünsch ich.

Zur Info: das Stück stammt vom italienischen Multimedia Künstler Andrea Baroni und ist ein Remix eines Soundtracks aus  dem C64 Computerspiel Erebus aus dem Jahr 1986,  komponiert  von Dave Lee.

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Differenz des Augenblicks

geschrieben in kulturelles, persönliches am November 8th, 2009 von ra.f.

Flösser 1999 - Die Differenz des Augenblicks“Differenz des Augenblicks” ist der Titel eines Gemäldes des verstorbenen Künstlers Gerd Flösser. Oft schon habe ich über dieses Bild und den Titel nachgedacht und mich gefragt: was bedeutet es?

So ein Augenblick ist eine recht kurze Zeitspanne. Wir beschreiben damit die kleinste Einheit unserer Wahrnehmungskraft. Es ist also ein subjektiver Punkt in der Zeit eines Menschen, so wie er ihn wahrnimmt. Aber das ist noch nicht alles. Wir sprechen oft von besonderen Augenblicken. Wieso?  … Weil sie von Bedeutung für uns sind. Es geschieht etwas in diesen Momenten. Es ist der Eindruck eines Ereignisses der etwas in uns verändert, der also einen Unterschied macht. Und schon sind wir bei der Differenz.
Viele Veränderungen in unserem Leben lassen sich auf einen besonderen Augenblick zurückführen, und oft kennzeichnen wir ihn mit Phrasen wie  z.B.  “Der Moment der Entscheidung” oder auch “Liebe auf den ersten Blick”.
Im übrigen, die Hirnforschung meint herausgefunden zu haben, dass so ein Augenblick genau 2,7 Sekunden dauert (vgl. Wikipedia). Ob das richtig ist und ob das von Bedeutung ist soll jeder für sich selbst entscheiden.

Man kann es aber auch anderes sehen. Und “Sehen” ist hier das richtige Stichwort. Denn wenn zwei Menschen etwas erblicken, dann sehen sie selten das selbe. Im besten Fall gleicht es sich. Aber in jedem Fall bleibt eine Differenz, ein Unterschied in der Wahrnehmung.  Hierbei entsteht eine gewisse Spannung, die nicht nur die Ursache für Mißverständnisse, sondern insbesondere auch komisch, lustig oder aber auch abstoßend, bedrohlich wirken kann.
Das schönste Bespiel dafür hat mir meine Tochter gegeben, sie war  3 oder 4 Jahre alt.  Beim betrachten des oben erwähnten Bildes – auf dem wie man sieht ein Papagei abgebildet ist – sagte sie plötzlich aus heiterem Himmel: “… und das da neben dran ist der Mamagei”  …  noch Fragen?

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All those moments …

geschrieben in kulturelles, philosophisches am Oktober 1st, 2009 von ra.f.

All those moments will be lost in time,
like tears in rain … time to die

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit,
so wie Tränen im Regen … Zeit zu sterben

Dieser poetische Satz stammt aus dem Film “Blade Runner” aus dem Jahr 1982 (siehe Wikipedia). Es geht um Vergänglichkeit, um die Tatsache das niemand weiß wie viel Zeit ihm noch bleibt, aber es irgendwann zu Ende sein wird. Jeder Moment ist kostbar, jeder Moment ist es Wert bewahrt zu werden, sei er fröhlich oder sei er traurig. Denn das Leben besteht nur aus Momenten und aus den Erinnerungen an sie.

Es geht nicht um Bedeutungslosigkeit. Denn was wäre der Regen ohne die Tränen … doch nur kaltes Wasser.


(Quelle: YouTubedeutsche Version )

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Vor dem Gesetz

geschrieben in gesellschaftliches, kulturelles am September 24th, 2009 von ra.f.

… Solche Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht erwartet, das Gesetz soll doch jedem und immer zugänglich sein, denkt er, aber als er jetzt den Türhüter in seinem Pelzmantel genauer ansieht, seine große Spitznase, den langen, dünnen, schwarzen, tartarischen Bart, entschließt er sich doch, lieber zu warten, bis er die Erlaubnis zum Eintritt bekommt…

Dieser Abschnitt, aus Kafkas berühmter Parabel “Vor dem Gesetz“, erlaubt viele Interpretationen. Doch wer einmal in die Regelwerke, Vorschriften und Verfahrensweisen der dritten Gewalt hineingezogen wurde, kann die Bedeutung dieser Worte fast in wörtlicher Form verstehen. Viel zu schnell kommt man als ungeschulter Beteiligter beim Kontakt mit der Jurisdiktion an die Grenzen des eigenen Verstandes und man wird sich mit aller Deutlichkeit der Machtlosigkeit bewusst mit der man vor diesem Apparat steht. Selbst wenn Kläger und Beklagte, Zeugen und fach-juristisches Personal einer Meinung sind, es hilft nichts, das Räderwerk lässt keine Abkürzungen zu und die Spielregeln sind bis ins kleinste Detail zu befolgen.

Und im Namen des Volkes ergeht das Urteil.

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böser traum

geschrieben in kulturelles am August 30th, 2009 von ra.f.

beobachte mich, beobachte dich
beobachte mich wie ich dein gesicht berühre
berühre mich, berühre mich
mit deiner anmut

ich kann nicht schlafen
denn ohne dich
ist das leben nur ein böser traum

niemand weis wie es sich anfühlt
die geringste antwort
von deinen lippen direkt zu mir
wie der flug des tänzers
geboren zu bewegen
denn ohne dich
ist das leben nur ein böser traum

es gibt keinen weg
auf dem du mich heute nacht verlassen kannst
doch ich beginne zu begreifen dass du gehen wirst
NEIN
öffne deine augen, öffne deine augen
ich brauche dich jetzt hell wach
steh auf,steh auf
denn ich breche zusammen
gib mir deine liebe, zeige mir deine liebe
sage mir das du mich nie verlassen wirst

bedecke meine ohren, bedecke meine augen
erzähle mir nicht die schlechten neuigkeiten
ich werde jahre brauchen, und mich fragen
gab es etwas, was ich hätte tun können?
das ist nicht richtig, das ist nicht wahr
heute nacht ist nur ein böser traum

es gibt keinen weg
auf dem du mich heute nacht verlassen kannst
doch ich beginne zu begreifen dass du gehen wirst
NEIN
öffne deine augen, öffne deine augen
ich brauche dich jetzt hell wach
steh auf,steh auf
denn ich breche zusammen
gib mir deine liebe, zeige mir deine liebe
sage mir das du mich nie verlassen wirst

alles was ich besitze, alles was ich besitze
nimm es
alles was ich besitze, alles was ich besitze
nimm es

öffne deine augen, öffne deine augen
ich brauche dich jetzt hell wach
stehe auf,stehe auf
denn ich breche zusammen
gib mir deine liebe, zeige mir deine liebe
sage mir das du mich nie verlassen wirst

alles was ich besitze, alles was ich besitze
nimm es
alles was ich besitze, alles was ich besitze
nimm es

öffne deine augen, öffne deine augen
ich brauche dich jetzt hell wach
stehe auf,stehe auf
denn ich breche zusammen
gib mir deine liebe, zeige mir deine liebe
sage mir das du mich nie verlassen wirst

öffne deine augen, öffne deine augen
ich brauche dich jetzt hell wach
stehe auf,stehe auf
denn ich breche zusammen
gib mir deine liebe, zeige mir deine liebe
sage mir das du mich nie verlassen wirst

(Orig. Ben’s brother – bad dream)

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Blut für wildes Blut

geschrieben in kulturelles, menschliches am Juli 17th, 2009 von ra.f.

dieses überdrehte gebäude
wird an der nacht zerbrechen
die gelenke werden knicken
lügner an ihrer falschheit ersticken
aber die finsternis hat einen hunger
bietet dir blut für wildes blut
und du bist jenseits des erstaunens
warum du noch immer nicht gut genug bist

(Razorlight – blood for wild blood)

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lieber wieder “ficken” …

geschrieben in komisches, kulturelles am Juli 9th, 2009 von ra.f.

Einer meiner Kollegen möchte ein Zeichen setzen … gegen die zunehmende Verwendung von Anglizismen im täglichen Gebrauch unserer deutschen Sprache.
Insbesondere der viralen Verbreitung des sehr in die Mode gekommenen Schimpfwortes “fuck” möchte er enschieden entgegen wirken.

Ich möchte ihn dabei ausdrücklich unterstützen … und rufe deshalb alle auf … lasst uns lieber wieder “ficken” … sagen.

Und sollte jemand jetzt meinen … nicht soviel reden, lieber handeln … dann sei ihm oder ihr gesagt … tut was ihr wollt … aber immer schön anständig bleiben!

Und weil es so gut zum Thema passt … als kleines Schmankerl sozusagen … hier der Klassiker von Ganz Schön Feist – “Du willst immer nur f……!”

P.S. Jetzt höre ich euch sagen: “Du schreibst hier gegen Anglizismen, dann schau dir mal den Titel deines Blogs genauer an!”. Da muss ich euch in absolut besserwisserischer Manier dann entgegnen, dass es sich bei dem Unwort “verbloggt” nicht um einen Anglizismus handelt, sondern um lupenreines Denglisch!

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