Engel

geschrieben in menschliches, nachdenkliches am Dezember 1st, 2009 von ra.f.

So nun ist es wieder soweit, seit Sonntag ist es offiziell, die Weihnachtszeit hat begonnen. Ein guter Grund für mich hier mal etwas beschaulichere Worte zu schreiben. Zum Beispiel über Engel.

“Wie bitte, jetzt spinnt er völlig!” höre ich den einen oder anderen jetzt sagen. Aber nein, ich mein es völlig ernst, ich möchte über Engel erzählen. Warum auch nicht, denn sind wir mal ehrlich, der einzige Grund warum wir solch ein Thema als kitschig, kindlich oder einfach nur naiv abtun, ist die graue Realität die wir täglich erleben, voll mit  belanglosen Heilsbotschaften. Darin ist Rationalität und Härte gefragt und nicht irgendwelche Sentimentalitäten. Apropos Realität, aber genau darum geht es mir! Denn ich möchte hier gar nicht irgendwelchen esoterischen Unsinn über himmlische Wesen mit Flügeln berichten.

Ob es einen Himmel gibt weiß ich nicht. Das es Engel gibt, da bin ich mir sicher. Und ich bin sicher auch Du bist in deinem Leben bereits einem begegnet. Denn dieser Engel brachte Dir eine Botschaft, nur für Dich; und diese Botschaft hat Dich verändert; hat etwas in Dir verändert; Dir einen neuen Weg oder eine neue Sicht eröffnet und Dich vielleicht ein Stück weit begleitet.  Dazu waren keine besonderen Handlungen nötig, keine besonderen Ereignisse mussten geschehen, nur seine Anwesenheit war ausreichend dafür. Mag sein, dass Du es damals nicht erkannt hast, aber im Rückblick ist es Dir bewusst geworden.

Sicherlich wirst Du diesen Menschen, von dem ich hier rede, nicht unbedingt als einen Engel bezeichnen. Aber die Bezeichnung spielt auch keine besondere Rolle. Ich bezeichne diesen  Menschen – und möchte damit seine Besonderheit unterstreichen – als einen Engel. In Deinem Leben haben solche Menschen vermutlich andere Namen. Aber Du weist von wem ich rede und die Dankbarkeit diesem Menschen gegenüber begleitet Dich immer.

Mag sein das jetzt immer noch der ein oder andere der Meinung ist, dass ich hier infantilen Unsinn von mir gebe. Vielleicht ist es das ja auch, mag sein. Wie auch immer, ich akzeptiere diese Meinung. Meiner Überzeugung wird es nicht schaden.

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Die Nacht des Bösen

geschrieben in gesellschaftliches, nachdenkliches am Oktober 31st, 2009 von ra.f.

“Ich bin der Geist der stets verneint!
Und das mit recht; denn alles was entsteht,
ist Wert das es zugrunde geht;
drum besser wärs das nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element”

Mit diesen Worten sellt sich Mephistopheles in Goethes Faust vor.  Auch wenn Goethe das Ereignis Halloween nicht kannte, so hat er doch mit diesen Worten einen – wie ich finde – passenden Reim dafür gefunden.

Wenn ich das mal versuche zu deuten, dann ist Halloween ja so eine Art Gegenveranstaltung zum Heiligabend, wo den armen Sündern im Totenreich gedacht wird. Ok, diese Mystik dient bestenfalls der Dekoration.  Eigentlich ist es doch nur ein guter Grund für eine Party. Und wenn man ehrlich ist, so traut man es dem Teufel doch auch eher zu eine gute Party zu schmeißen, als die braven Engel es könnten.

Gut und Böse, Heilige(r) und Sünder(in), beide Herzen schlagen nun mal in unserer Brust. Doch man könnte das Gute nicht benennen wenn es das Böse nicht gäbe. Denn ohne den Gegensatz, ohne den Unterschied, gäbe es nur Eintönigkeit. Doch diese könnte man nicht erkennen, da sie sich von nichts abhebt. Also kann es gar nicht so schlecht sein die Konturen mal wieder etwas zu schärfen.

Drum setzt die  Masken auf, lasst die gut-moralischen Vorsätze zu Hause, und genießt dieses teuflische Versteckspiel. Und wenn ihr morgen früh aufwacht und das schlechte Gewissen euch quält, so hat das auch sein Gutes. Denn dann könnt ihr eure wahren Werte mal wieder so richtig deutlich erkennen. Und wo Sünde ist, gibt es auch Vergebung.
Und zur Not begebt euch in die großen Hallen und betet es euch von der Seele, die machen da morgen sowieso Extraschichten.

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All those moments …

geschrieben in kulturelles, nachdenkliches am Oktober 1st, 2009 von ra.f.

All those moments will be lost in time,
like tears in rain … time to die

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit,
so wie Tränen im Regen … Zeit zu sterben

Dieser poetische Satz stammt aus dem Film “Blade Runner” aus dem Jahr 1982 (siehe Wikipedia). Es geht um Vergänglichkeit, um die Tatsache das niemand weiß wie viel Zeit ihm noch bleibt, aber es irgendwann zu Ende sein wird. Jeder Moment ist kostbar, jeder Moment ist es Wert bewahrt zu werden, sei er fröhlich oder sei er traurig. Denn das Leben besteht nur aus Momenten und aus den Erinnerungen an sie.

Es geht nicht um Bedeutungslosigkeit. Denn was wäre der Regen ohne die Tränen … doch nur kaltes Wasser.


(Quelle: YouTubedeutsche Version )

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Traum und Wirklichkeit

geschrieben in menschliches, nachdenkliches am August 20th, 2009 von ra.f.

Eine Behauptung: der Traum unterscheidet sich von der Wirklichkeit nur durch die Abwesenheit von Sinnesreizen.

Es heisst, im Traum verarbeiten wir das Erlebte … bewerten es … ordnen es in das Koordinatensystem unseres Daseins ein. Doch kann man das wirklich so sehen … ist Träumen also ein Art Defragmentierung unserer geistigen Festplatte? … ich zweifle!

Was,wenn wir im Traum nichts anderes tun als im wachen Zustand auch … wir interpretieren Eindrücke … Eindrücke nicht von Außen … sondern Echos von zuvor gemachten Erfahrungen. Im wachen Zustand sind diese Echos keinesfalls verschwunden … sie werden nur von Reizen unserer Sinne und vom Feedback unseres Körpers überlagert. Und aus all dem bauen wir unsere Vorstellungswelt … unsere Wirklichkeit … unsere Subjektivität.

Und die Pointe des Ganzen … “Alles ist Idee” … das sagte schon Platon … gut gesprochen alter Mann … Idee von Licht und Schall.

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Tage wie dieser

geschrieben in menschliches, nachdenkliches, persönliches am Juli 28th, 2009 von ra.f.

Tage wie dieser
… sind sonderbar
Tage wie dieser
… lassen zweifeln
Tage wie dieser
… werfen um
Tage wie dieser
… fangen auf
Tage wie dieser
… geben Mut
Tage wie dieser
… bestimmen Wege
Tage wie dieser
… sind selten
Tage wie dieser
… kommen nicht wieder

Und du merkst,
das du lebst
und nur langsam stirbst,
an Tagen wie diesem

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Das Gebet vom Masterplan

geschrieben in gesellschaftliches, nachdenkliches am Juli 16th, 2009 von ra.f.

Oh mächtiger Gott, oh heiliges Gen
… du Entwurf vom goldenen Tier
… hier stehe ich um dein zu sein
… du bestimmst die Wirklichkeit in mir

… schwarz und weiß sind deine Farben
… und teilst die Welt nach deinen Regeln
… die Ketzer sollen fortan darben
… Konkurrenz lässt du nicht gelten

… ich bin ein kleiner Fehler nur
… in deinem perfekten Schliff
… vergib mir was ich Falsches tue
… denn du bist das reine Prinzip

… und auch wenn es dich nicht geben sollt
… so werden wir dich erdenken
… denn ohne dich können wir nicht sein
… du musst das Schicksal lenken.

… du bist die Ewigkeit
… du bestimmst den Wahn
… doch nichts gilt mit Verlässlichkeit
… du bist der Masterplan

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Tod, Leben … und davor?

geschrieben in nachdenkliches am Juli 13th, 2009 von ra.f.

Wieso fragen sich alle “Was kommt danach?” … nach dem Leben … was ist der Tod?. Wieso fragt keiner nach dem “Was war davor?” … vor diesem Leben … vor der Geburt … oder für die Spitzfindigen unter euch … vor der Zeugung. Keine Worte verschwenden wir dafür … es gibt nur das Leben und den Tod in unserem Denken … das Jetzt und das Danach.

Doch ist das angemessen? … ist diese Phase nicht ebenso bedeutungsvoll. Natürlich … da ist die Zeit … die läuft nun mal vorwärts und selten zurück … also was kümmert uns was gestern war … was davor war … es kommt nicht wieder. Doch ist das nicht zu simpel … und ignorant dazu … kann man Leben und Tod betrachten ohne das Davor mit einzubeziehen in unser Gleichungssystem … na gut, diese dritte Unbekannte wird die Lösung nicht einfacher machen … aber vielleicht korrekter.

Natürlich beschäftigen wir uns damit … werden die Naturwissenschafler unter euch jetzt sagen … die Suche nach dem Anfang an sich … ein Milliarden schweres Streben ist das. Doch ehrlich gesagt … wer kann euch schon trauen … die ihr alles durch das ständige Umwandeln von Energiezuständen erklären wollt.

Und die Religionsfraktion unter euch … auch euch höre ich reden … von Wundern und göttlichem Getue. Lasst mal gut sein … das hilft hier auch nicht weiter.

Beschäftigt man sich aber mit dem Gedanken “Was war davor?” … so sträuben sich einem die Nackenhaare … eine Abwehrreaktion … man will es nicht … man braucht es nicht. Wieso ist das so? … und wieso löst der Gedanke an das Danach nicht eben solche Reaktionen aus? Es könnte sein das wir den Tod dabei immer als die Verlängerung des Lebens glorifizieren … um es uns leichter zu machen … und sei es unbewusst. Wenn das so ist … dann ist das falsch … dann sollten wir uns von nun an sehr intensiv mit dem Davor beschäftigen … denn hier haben wir die reine Unfassbarkeit vor uns … nichts Verklärtes … etwas Unverdorbenes … die wahre Nicht-Existenz.

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Abstraktion

geschrieben in menschliches, nachdenkliches am Juli 12th, 2009 von ra.f.

Die Abstraktion hat ohne Frage ihren Reiz. Allgemeines befreien vom Unrat des Konkreten … Gemeinsamkeiten unterstreichen … Muster isolieren … um aus der Kombination Neues zu kreieren.
Auf diese Fähigkeit sind wir stolz … unterscheidet uns vom Niederen. Sie ist die künstliche Essenz … bedingt das wissenschaftliche Modell … und ordnet das zusammen Sein.
Drum lasst uns nur noch in Schablonen leben … lernt die Formeln … sprecht die Gebete … lasst euch von den Programmen führen … es ist nicht nötig neu zu Denken … alles schon seziert.
Und ist er nicht schön anzuschauen … der Stein auf dem dein Name steht.

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