Gutenberg Zauber

geschrieben in persönliches am Juli 9th, 2010 von ra.f.

Gerade sitze ich hier in meiner überhitzten Dachwohnung. Die Kleine schläft friedlich im Hintergrund. Der angenehme Klang entfernter Jazz Musik dringt von draußen herein und gibt dem Glas leicht-gekühltem Rotwein eine ganz besondere Beinote. Am Horizont über den Dächern der Häuser ist noch das letzte Glimmen der untergegangene Sonne zu erahnen und ein laues Lüftchen, das durch die weit aufgerissen Fenster streift, kündigt die wohltuende Abkühlung der Nacht an.

Entspannung ist es was mir in den Sinn kommt. So muss Urlaub sein, denk ich mir. Und tatsächlich, es ist ein ganz besonderer Flair, der an solchen Sommertagen den Zauber dieser Gegend ausmacht.  Der Gegend rund um den Karlsruher Gutenbergplatz.

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Zwischen zwei Tagen

geschrieben in persönliches, philosophisches am Juli 5th, 2010 von ra.f.

Ich erreiche den Ort kurz vor Mitternacht. Ein Gewitter zieht auf, ferne Blitze erhellen die Szene. Die Stadt liegt unter mir, strahlend in ihren Lichtern, berauschend wie es immer war. Ein starker Wind weht kühl, doch nicht unangenehm.

Immer wieder zieht es mich an diesen Ort. Hier kreuzen sich Erinnerungen, hier fällt es leicht auf unsichtbare Wahrheiten zu blicken, hell erleuchtet von der Nacht.  Alte Träume kommen mir in den Sinn, ich erkenne sie gut, doch sind sie längst entstellt, wie Zombies aus einer imaginären Welt.

Ein Gefühl des Triumphs steigt in mir auf. Neue Wünsche werden geboren. Der Plan wird angepasst, die Zeit ist gut gewählt. Zwei Wege entstehen. Der Eine führt zurück zu dem was ich immer wollte. Der Zweite lässt nur Dunkelheit erblicken. Welches der richtige ist, lässt sich nicht sagen, im hier und jetzt, zwischen zwei Tagen.

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K.I. (künstliche Inkompetenz)

geschrieben in komisches, persönliches am April 9th, 2010 von ra.f.

Das erste Mal das ich in meinem Leben mit der künstlichen Intelligenz der Maschinen konfrontiert wurde, war in der 9. oder 10.  Klasse der Realschule, so um das Jahr 1987. Mit Computern hatte ich zwar schon etwas länger Erfahrung gesammelt (meine aufgemotzte C64 Brotschachtel war schließlich der Hauptstromfresser in meinem Elternhaus), aber ein besonders prägendes Erlebnis kam ganz unvorhergesehen aus dem eigentlich völlig analogen Umfeld der Schule.

Wie gesagt, letztes oder vorletztes Schuljahr, danach war der Einstieg ins harte Berufsleben obligatorisch. Nur welchen Beruf sollte man ergreifen? Das war die wichtige Frage für Eltern und Lehrer und man selbst machte das Spielchen – naiv wie man war – halt  mal mit.  Nun kam es, dass das Arbeitsamt (damals noch keine kundenorientierte Agentur wie heute), genauer gesagt das B.I.Z. (Berufs-Informations-Zentrum), ein ganz neues modernes, computer-unterstütztes Berufsfindungsangebot hatte.

Nach Angabe ein paar weniger Kriterien darüber,  wie man sich sein späteres Berufsleben so vorstelle, sollte ein intelligenter Computer berechnen, welches der Idealberuf für einen persönlich wäre. Wow! Spannend war das! Es sollte auf einer Skala angegeben werden, wie wichtig oder unwichtig einem bestimmte Eigenschaften in seinem zukünftigen Beruf seien. An die zwei, für mich entscheidenden, Kriterien erinnere ich mich. Das erste Kriterium: “Sollte was mit Technik zu tun haben” … na klar doch … sehr wichtig angekreuzt! Das zweite Kriterium: “Du möchtest den Menschen helfen” …  dumm und verblendet von Serien wie Captain Future und Raumschiff Enterprise habe ich diese Frage etwas falsch interpretiert, für mich las sich das wie:  “Du möchtest der Menschheit helfen”  … klar doch … ich werde die Welt verbessern … wartet’s nur ab … sehr wichtig angekreuzt.

Nach ein paar Wochen kamen die Ergebnisse nadel-gedruckt auf einem Streifen grün-weißem Endlospapiers. Endlich sollten meine sehnlichsten, unausgesprochenen Berufswünsche, wie Raumfahrer oder Hubschrauberrettungspilot, von amtlicher Seite her bestätigt werden. Voll Spannung begann ich zu lesen. An Position 1 stand:  Zahntechniker … danach folgten noch ein paar weitere Berufe aus dem medizinisch-technischen Bereich. Um es vorsichtig zu sagen, ich war schockiert! Ich, der Erzfeind unseres örtlichen Zahnarztes, sollte Zahntechniker werden! Niemals! Ich lies denn Ausdruck dann ganz schnell und unauffällig verschwinden und immer wenn mich jemand darauf anspracht druckste ich drum herum.

Damals kam in mir die Einsicht hoch, dass es um die Intelligenz der Computerprogramme nicht sehr gut bestellt war. Was mich letztlich aber auch mit dazu bewogen hatte – nicht ganz im Einklang mit den Ansichten meines Vaters -  weiter zur Schule zu gehen, das Abi zu machen, um dann das zu Studieren, was mich dazu befähigen sollte diese dämlichen Rechenmaschinen schlauer zu machen.

Um es kurz zu machen, erreicht habe ich das bis heute nicht. Künstliche Intelligenz ist und bleibt ein Mythos.  Aber im Rückblick auf dieses Ereignis ist mir klar geworden, das menschliche Intelligenz – zumindest aus meiner Warte betrachtet und auf mich blickend – auch nicht mehr sein kann als nur ein Mythos. Denn hätte ich damals den Rat der Maschine befolgt, hätte ich mir wahrscheinlich im Laufe der Jahre, durch eigenes handwerkliches Geschick, viel Geld sparen können und würde mich jetzt nicht mit dem  Preis- und Leistungsvergleich von Zahnzusatzversicherungen rumschlagen müssen.

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Der Schlussstein

geschrieben in persönliches am März 23rd, 2010 von ra.f.

In der Architektur vergangener Tage kam dem Schlussstein beim Bau von Gewölben und Bögen eine ganz besondere Bedeutung zu. Dieser Stein, am Scheitelpunkt platziert, gibt der gesamten Konstruktion erst die nötige Stabilität.  Er sorgt dafür das sowohl die inhärent wirkenden, statischen Kräfte des Bauwerks selbst, als auch die von außen einwirkenden Kräfte in optimaler Weise über die tragenden Säulen nach unten geleitet werden.

Nur die fähigsten Steinmetze wurden beauftragt den Schlussstein zu fertigen, denn es kam für den perfekten Sitz des Steins nicht nur auf eine möglichst genaue Fertigung nach Planmaß an, sondern es mussten insbesondere die beim Bau zwangsläufig auftretenden Abweichungen vom Planmaß berücksichtigt werden.

Nur ein solcher Stein hat die Fähigkeit dem Bauwerk nicht nur nach dem unmittelbaren Einsetzen Stabilität zu verleihen, sondern, durch seine präzise Passform zu den umliegenden Steinen und dem Wirken der Kräfte, über die Jahre hinweg sogar einen Zuwachs an Stabilität zu ermöglichen.

Ersetzt man nun einen solchen Stein, so besteht die Gefahr das durch das Entfernen eine unmittelbare und in gewissem Maße unkalkulierbare Instabilität  im gesamten Bauwerk auftritt. Ist man nun nicht in der Lage die Lücke des entfernten Schlusssteins schnell durch ein gleichwertiges Pendant zu ersetzen, wird das gesamte Bauwerk,  oben beginnend, in sich zusammen stürzen.

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Forever Young

geschrieben in kulturelles, persönliches am Januar 1st, 2010 von ra.f.

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wer denkt da nicht ans älter werden? Doch schaut das Video von Alphaville. Das ist 80er Jahre Charme mit Overall und dauergewellter Schmalzfrisur. Die Bilder sind schon etwas in die Jahre gekommen. Aber hört auf die Musik von “Forever Young”! Wirkt sie nicht heute so frisch wie vor 26 Jahren? Man kann sagen sie ist zeitlos jung geblieben. Vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck, mag sein. Doch darum geht es. Die Diamanten in unserem Leben, das sind die Dinge denen die Jahreszahlen nichts anhaben können. Und besitzt nicht jeder von uns so etwas das er für sich bewahrt?

Some are like water, some are like the heat
Some are a melody and some are the beat
Sooner or later they all will be gone
Why don’t they stay young
It’s so hard to get old without a cause
I don’t want to perish like a fading horse
Youth is like diamonds in the sun
And diamonds are forever


Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr 2010

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sinnlose Weihnacht?

geschrieben in gesellschaftliches, persönliches am Dezember 2nd, 2009 von ra.f.

Foto Quelle: "vintage little girl dressed up for christmas time" von freeparking (Flickr)Ein Weihnachten ohne Geschenke … wäre das schlimm? Ein Weihnachten ohne Christbaum, Weihnachtsgans, Glühwein trinken  … wäre das schlimm? Ein Weihnachten ohne den jährlichen Kirchenbesuch, ohne Kerzenlicht und Bescherung … wäre das schlimm?

Wird die Welt dadurch besser das es Weihnachten gibt? Sterben an Weihnachten mehr Kinder an Unterernährung oder mehr Erwachsene an Herzverfettung? Ist das Licht aller Weihnachtsbäume zusammen heller als das Licht aller Bombeneinschläge?

Kann mir jemand sagen, was an Weihnachten wirklich wichtig ist? Die Familie, die Weihnachtsgeschichte, Gefühle von Geborgenheit?

Foto Quelle: "Weihnachtsfest mit Gaststudent" - Bundesarchiv Bild 183-79060-0002, Berlin (Wikimedia Commons)

All diese Fragen sind rhetorisch und völlig bedeutungslos.  Mir reicht es wenn ich an Weihnachten einen einzigen glücklichen Menschen sehe. Und ja, für diesen einen glücklichen Menschen lohnt sich der ganze Aufwand.

Jeder von euch hat wahrscheinlich seine eigene Vorstellung von dem was ihm an Weihnachten besonders wichtig ist. Wenn ihr Lust habt schreibt es mir doch in den Kommentar. Würde mich ehrlich sehr interessieren.

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San Francisco Dreamin´

geschrieben in persönliches am November 21st, 2009 von ra.f.

Ich hatte kürzlich das Glück ein paar Tage in San Francisco verbringen zu können. Hier ein paar Eindrücke einer wundervollen Stadt.

Blue, Bass & Hash

sf_bei_nachtDas sind die Begriffe die mir in Erinnerung kommen wenn ich an den Club denke, den wir am ersten Abend besuchten. Kein Touri-Treff, mehr was für Einheimische, eigentlich nicht mehr als ein Keller, harter Elektro-Sound, wummernder Bass, kaltes blaues Licht. Aber der markanteste Eindruck der bleibt, war dieser allgegenwärtige Geruch nach Gras oder Haschisch. So sweet!

Der Schlingel

break_dancerDa saß ein schwarzer Straßenmusiker und erkannte uns schon beim vorbei laufen als Deutsche.  Und der kannte sich aus, schließlich war er schon mit Roland Kaiser auf Tournee.  Und als Beweis hat er gleich einen deutschen Schlager zum Besten gegeben. Sehr skurril das Ganze!

Glück aus der Fabrik

chinatownAuf der Tour durch Chinatown wurden wir an die Quelle der Glückskekse geführt. In einer winzigen Seitenstraße befand sich die Fabrik in der diese Dinger erfunden wurden. Soweit die Behauptung. Diese Kekse hatten sogar einen Geschmack, kein Vergleich zu den faden Teilen die man in so manchem China-Restaurant bekommt.  Ob sie wirklich Glück bringen, diese kleinen Weisheiten, wer kann das sagen. Nachdem ich eine Tüte gekauft hatte, hat mir der Verkäufer beim Hinausgehen gleich noch eine handvoll Kekse direkt in den Mund gestopft. Na wenn das mal kein Glücksmoment war!

American Style Biking

baseballDer Golden Gate Park, mit 5-6 Kilometer Breite ist er einer der größten Parks der Welt und bietet an einem Sonntag ein perfektes Abbild des American Way of Life. Da sieht man die Family beim Barbeceau, den Papa mit Sohnemann beim Baseball und den frustrierten Ehemann, der mit seinem Van in den Park fährt, sein Schlagzeug auspackt und einfach drauflos trommelt. Wir fuhren mit dem Fahrrad durch den Park, nicht sehr amerikanisch will ich sagen. Denn nicht zuletzt führt durch den ganzen Park eine Straße,polizist so breit wie hierzulande ein gut ausgebaute Bundesstraße. Irgendwann endet das Grün dann auch und man steht am Sandstrand. Und Surfer reiten auf den Wellen.

Fels der bösen Männer

Ja, Alcatraz, das Gefängnis der Gefängnisse, ein Muss für jeden San Francisco Reisenden. Und es lohnt sich wirklich, die Führung ist spannend, die Geschichten der Ausbruchsversuche sind Legenden und das Ganze übt eine ungeheure Faszination aus. Eine unmoralische Faszination ist das, denn sie geht aus von den kriminellen Häftlingen in den winzigen Zellen … von Mördern, Kidnappern und Steuerhinterziehern.Alcatraz

Businessman slowly get stoned

Außenfahrstühle mit freier Sicht auf die Stadt bei Nacht sind was Besonderes. Das dachten wir uns auch, als wir sie an einem Luxus-Hotel am Union Square entdeckten. “For Guests only” … pfeif drauf … also rein geschlichen und bis nach ganz oben gefahren. Wow,  ein tolles Gefühl diese Beschleunigung und eine wahnsinns Aussicht.  32. Stock … die V.I.P Etage … die Tür geht auf und Mr. Businessman betritt die Kabine, stilecht mit einem Glas Wiskey on the Rocks in der Hand. Auf die Bemerkung, was für ein tolle Aussicht man hier hat, meinte er nur sowas wie: “I’m sure, you never had this before ” … blöder Angeber! Er musste es büßen, denn auf der Fahrt nach unten zur Lobby hatten wir schon ein paar Zwischenstops eingeplant. 4mal hielt der Fahrstuhl an, 4mal ging die Tür auf, 4mal stieg niemand ein oder aus.

In and Out

burgermeisterEs ist ja nun nichts Neues das Amerikaner auf Burger stehen. Einer der besseren Burger-Ketten nennt sich In-And-Out-Burger. Die Auswahl ist übersichtlich, Burger, Pommes, Coke … das reicht.  Aber richtig lecker sind die schon will ich sagen. Nur wieso, ich kann es nicht verstehen, wieso müssen diese “Restaurants” den Charme einer Metzgerei versprühen. Die Wände bestehen aus weißen und roten Kacheln, grelles weißes Licht überall, die Tische und Stühle hatten mehr Ähnlichkeit mit einer Schlachtbank als mit einer Sitzgelegenheit. Ich kann nicht sagen aus was das Fleisch bestand, ich kann nur sagen, es hat geschmeckt!

Gay Town

Bank of America - Castro - San FranciscoDie motivierteste Straßenbahnfahrerin der Stadt, wenn nicht sogar des ganzen Landes brachte uns in Castros Bezirk, das Schwulenviertel. Sexshop an Sexshop, jeder noch so ausgefallene Wunsch nach gleichgeschlechtlichem Penetrationswerkzeug wurde darin erfüllt. Und die Tolleranz treibt hier selsame Blüten, so hängt beispielsweise das Symbol der Schwulenbewegung, die Regenbogenflagge, auch in den Fenstern der örtlichen Filiale der Bank of America.Gay Rabatt - Castro - San Francisco

Recalculating

Die Straßen von San Francisco, ein ganz besonderes Thema. Da sind zum einen die Fahrbahnen am Flughafen, ein einziges, großes Chaos von bis zu vier übereinander kreuzenden Ebenen. Hat mich völlig verwirrt, nur das Navi hatte noch den Durchblick, es musste allerdings einige Male die Route neu berechnen, weil ich falsch abgebogen war.
sf_skylineZum anderen sind da die Straßen in der Stadt selbst, ordentlich teilen sie die Blöcke in Planquadrate, aber mit teilweise unglaublichen Steigungen, gefühlte 100%. Wer jemals das Spiel SimCity gespielt hat, und meint, die Straßen darin seien völlig unrealistisch, der hat sich getäuscht, die Straßen von SF sehen genau so aus.

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Differenz des Augenblicks

geschrieben in kulturelles, persönliches am November 8th, 2009 von ra.f.

Flösser 1999 - Die Differenz des Augenblicks“Differenz des Augenblicks” ist der Titel eines Gemäldes des verstorbenen Künstlers Gerd Flösser. Oft schon habe ich über dieses Bild und den Titel nachgedacht und mich gefragt: was bedeutet es?

So ein Augenblick ist eine recht kurze Zeitspanne. Wir beschreiben damit die kleinste Einheit unserer Wahrnehmungskraft. Es ist also ein subjektiver Punkt in der Zeit eines Menschen, so wie er ihn wahrnimmt. Aber das ist noch nicht alles. Wir sprechen oft von besonderen Augenblicken. Wieso?  … Weil sie von Bedeutung für uns sind. Es geschieht etwas in diesen Momenten. Es ist der Eindruck eines Ereignisses der etwas in uns verändert, der also einen Unterschied macht. Und schon sind wir bei der Differenz.
Viele Veränderungen in unserem Leben lassen sich auf einen besonderen Augenblick zurückführen, und oft kennzeichnen wir ihn mit Phrasen wie  z.B.  “Der Moment der Entscheidung” oder auch “Liebe auf den ersten Blick”.
Im übrigen, die Hirnforschung meint herausgefunden zu haben, dass so ein Augenblick genau 2,7 Sekunden dauert (vgl. Wikipedia). Ob das richtig ist und ob das von Bedeutung ist soll jeder für sich selbst entscheiden.

Man kann es aber auch anderes sehen. Und “Sehen” ist hier das richtige Stichwort. Denn wenn zwei Menschen etwas erblicken, dann sehen sie selten das selbe. Im besten Fall gleicht es sich. Aber in jedem Fall bleibt eine Differenz, ein Unterschied in der Wahrnehmung.  Hierbei entsteht eine gewisse Spannung, die nicht nur die Ursache für Mißverständnisse, sondern insbesondere auch komisch, lustig oder aber auch abstoßend, bedrohlich wirken kann.
Das schönste Bespiel dafür hat mir meine Tochter gegeben, sie war  3 oder 4 Jahre alt.  Beim betrachten des oben erwähnten Bildes – auf dem wie man sieht ein Papagei abgebildet ist – sagte sie plötzlich aus heiterem Himmel: “… und das da neben dran ist der Mamagei”  …  noch Fragen?

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Pfadfinderregel

geschrieben in alltägliches, menschliches, persönliches am August 15th, 2009 von ra.f.

“Hinterlasse einen Ort immer in einem besseren Zustand als du ihn vorgefunden hast” … diese goldene Pfadfinderregel habe ich heute irgendwo gelesen. Dabei fielen mir spontan die Hinweisschilder ein die heute im Büro an gewissen Örtlichkeiten zu lesen waren. Darauf stand die Aufforderung, während des Aufenthalts doch bitte einer ordentlichen Geschäftstätigkeit nachzugehen und den Ort des Geschehens wieder in sauberen Zustand zu verlassen. Es stellte sich dabei nur die Frage … aber das nur nebenbei … ob sich mit der Anrede “Liebe Kolleginnen” alle Teilnehmer der Herren-Toillette angesprochen fühlten.
Aber zurück zur Pfaderfinderregel … was würde es denn bedeuten, diese Regel auf die angesprochene Situation anzuwenden? … Nein bitte, kein weiteren Details!
Doch ist es nicht so … in uns allen schlummert ein kleiner Pfadfinder, der nur Gutes tun möchte … aber es gibt im Leben einfach Situationen … in denen einem die ganze Sch…. einfach egal ist … und das besonders dann, wenn es sich dabei um den Mist eines anderen handelt!
Gute Tat hin, Gute Tat her … Hände in Unschuld waschen und dann ab durch die Mitte.

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Tage wie dieser

geschrieben in menschliches, persönliches, philosophisches am Juli 28th, 2009 von ra.f.

Tage wie dieser
… sind sonderbar
Tage wie dieser
… lassen zweifeln
Tage wie dieser
… werfen um
Tage wie dieser
… fangen auf
Tage wie dieser
… geben Mut
Tage wie dieser
… bestimmen Wege
Tage wie dieser
… sind selten
Tage wie dieser
… kommen nicht wieder

Und du merkst,
das du lebst
und nur langsam stirbst,
an Tagen wie diesem

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