Differenz des Augenblicks

geschrieben in kulturelles, persönliches am November 8th, 2009 von ra.f.

Flösser 1999 - Die Differenz des Augenblicks“Differenz des Augenblicks” ist der Titel eines Gemäldes des verstorbenen Künstlers Gerd Flösser. Oft schon habe ich über dieses Bild und den Titel nachgedacht und mich gefragt: was bedeutet es?

So ein Augenblick ist eine recht kurze Zeitspanne. Wir beschreiben damit die kleinste Einheit unserer Wahrnehmungskraft. Es ist also ein subjektiver Punkt in der Zeit eines Menschen, so wie er ihn wahrnimmt. Aber das ist noch nicht alles. Wir sprechen oft von besonderen Augenblicken. Wieso?  … Weil sie von Bedeutung für uns sind. Es geschieht etwas in diesen Momenten. Es ist der Eindruck eines Ereignisses der etwas in uns verändert, der also einen Unterschied macht. Und schon sind wir bei der Differenz.
Viele Veränderungen in unserem Leben lassen sich auf einen besonderen Augenblick zurückführen, und oft kennzeichnen wir ihn mit Phrasen wie  z.B.  “Der Moment der Entscheidung” oder auch “Liebe auf den ersten Blick”.
Im übrigen, die Hirnforschung meint herausgefunden zu haben, dass so ein Augenblick genau 2,7 Sekunden dauert (vgl. Wikipedia). Ob das richtig ist und ob das von Bedeutung ist soll jeder für sich selbst entscheiden.

Man kann es aber auch anderes sehen. Und “Sehen” ist hier das richtige Stichwort. Denn wenn zwei Menschen etwas erblicken, dann sehen sie selten das selbe. Im besten Fall gleicht es sich. Aber in jedem Fall bleibt eine Differenz, ein Unterschied in der Wahrnehmung.  Hierbei entsteht eine gewisse Spannung, die nicht nur die Ursache für Mißverständnisse, sondern insbesondere auch komisch, lustig oder aber auch abstoßend, bedrohlich wirken kann.
Das schönste Bespiel dafür hat mir meine Tochter gegeben, sie war  3 oder 4 Jahre alt.  Beim betrachten des oben erwähnten Bildes – auf dem wie man sieht ein Papagei abgebildet ist – sagte sie plötzlich aus heiterem Himmel: “… und das da neben dran ist der Mamagei”  …  noch Fragen?

Tags: , , , ,

Pfadfinderregel

geschrieben in alltägliches, menschliches, persönliches am August 15th, 2009 von ra.f.

“Hinterlasse einen Ort immer in einem besseren Zustand als du ihn vorgefunden hast” … diese goldene Pfadfinderregel habe ich heute irgendwo gelesen. Dabei fielen mir spontan die Hinweisschilder ein die heute im Büro an gewissen Örtlichkeiten zu lesen waren. Darauf stand die Aufforderung, während des Aufenthalts doch bitte einer ordentlichen Geschäftstätigkeit nachzugehen und den Ort des Geschehens wieder in sauberen Zustand zu verlassen. Es stellte sich dabei nur die Frage … aber das nur nebenbei … ob sich mit der Anrede “Liebe Kolleginnen” alle Teilnehmer der Herren-Toillette angesprochen fühlten.
Aber zurück zur Pfaderfinderregel … was würde es denn bedeuten, diese Regel auf die angesprochene Situation anzuwenden? … Nein bitte, kein weiteren Details!
Doch ist es nicht so … in uns allen schlummert ein kleiner Pfadfinder, der nur Gutes tun möchte … aber es gibt im Leben einfach Situationen … in denen einem die ganze Sch…. einfach egal ist … und das besonders dann, wenn es sich dabei um den Mist eines anderen handelt!
Gute Tat hin, Gute Tat her … Hände in Unschuld waschen und dann ab durch die Mitte.

Tags: , , ,

Tage wie dieser

geschrieben in menschliches, nachdenkliches, persönliches am Juli 28th, 2009 von ra.f.

Tage wie dieser
… sind sonderbar
Tage wie dieser
… lassen zweifeln
Tage wie dieser
… werfen um
Tage wie dieser
… fangen auf
Tage wie dieser
… geben Mut
Tage wie dieser
… bestimmen Wege
Tage wie dieser
… sind selten
Tage wie dieser
… kommen nicht wieder

Und du merkst,
das du lebst
und nur langsam stirbst,
an Tagen wie diesem

Tags: , , , ,

Was soll das?

geschrieben in persönliches, sinnloses am Juli 8th, 2009 von ra.f.

Was ist der Sinn meines Leben? Fragt ihr euch das nicht auch manchmal. Diese uralte, philosophische Frage. Doch jeder Versuch einer Antwort … und sei sie noch so banal … impliziert doch in sich schon die Frage nach dem größeren Sinn … dem Sinn des Sinns … und steigert sich damit zu einer unendlichen Fibonacci-Folge von Sinnlosigkeit.
Denn was ist … wenn es gar keinen Sinn gibt … das Leben … mein Leben … dein Leben … völlig sinnfrei ist … Ist das erschreckend? … Aber auch das lässt sich letztendlich doch nicht abschließend beantworten. Vielleicht ist ja nur die Frage falsch gestellt … vielleicht müsste die Frage heißen: Was kann ich sinnloses tun um zu Leben? … oder … Wie kann ich mich vom Zwang der Sinnsuche befreien?
Das hier ist ein Versuch, diesen Fragen nachzugehen.

Tags: ,