lupen rhein
geschrieben in komisches, sinnloses am August 23rd, 2009 von ra.f.“Laura, horch jetzt uff des was de Babba secht”

“Laura, horch jetzt uff des was de Babba secht”

“Hinterlasse einen Ort immer in einem besseren Zustand als du ihn vorgefunden hast” … diese goldene Pfadfinderregel habe ich heute irgendwo gelesen. Dabei fielen mir spontan die Hinweisschilder ein die heute im Büro an gewissen Örtlichkeiten zu lesen waren. Darauf stand die Aufforderung, während des Aufenthalts doch bitte einer ordentlichen Geschäftstätigkeit nachzugehen und den Ort des Geschehens wieder in sauberen Zustand zu verlassen. Es stellte sich dabei nur die Frage … aber das nur nebenbei … ob sich mit der Anrede “Liebe Kolleginnen” alle Teilnehmer der Herren-Toillette angesprochen fühlten.
Aber zurück zur Pfaderfinderregel … was würde es denn bedeuten, diese Regel auf die angesprochene Situation anzuwenden? … Nein bitte, kein weiteren Details!
Doch ist es nicht so … in uns allen schlummert ein kleiner Pfadfinder, der nur Gutes tun möchte … aber es gibt im Leben einfach Situationen … in denen einem die ganze Sch…. einfach egal ist … und das besonders dann, wenn es sich dabei um den Mist eines anderen handelt!
Gute Tat hin, Gute Tat her … Hände in Unschuld waschen und dann ab durch die Mitte.
Um sich selbst zu reflektieren genügt es nicht in seinen eignen Spiegel zu schauen. Aus sich heraus treten um sich so zu betrachten wie ein Außenstehender es tun würde, ist nur eine Form der Selbsttäuschung. Es funktioniert nicht, man kann bei dieser Betrachtung seinen eigenen Illusionen nicht entkommen.
Sein Selbst zu reflektieren heißt sich im Spiegel eines anderen zu sehen. Die Reaktionen eines anderen Menschen auf das Tun und Sein der eigenen Persönlichkeit, daraus ziehen wir unsere Selbsterfahrung. Ablehnung und Bestätigung sind die beiden Pole dieser Reaktionen.
Ablehnung zu vermeiden und Bestätigung zu finden ist das größte Streben in unserem Leben. Dieses Prinzip ist übertragbar auf jeden Bereich des Mensch Seins, abgesehen von den rein biologisch begründeten Bedürfnissen. Es ist uns jede Mühe wert, denn unseren eigen Stellenwert erkennen wir darin.
Wenn wir lieben, so ist es unser größtes Streben, dass diese Liebe vom Anderen erwidert – also reflektiert – wird. Dafür schwitzen und dichten wir. Beim Sex bestätigt der Orgasmus des anderen die eigene Potenz. Wenn wir arbeiten, ziehen wir unsere Motivation nicht aus der Höhe der Entlohnung, sondern aus der Anerkennung und Dankbarkeit eines Anderen für das Geschaffene.
Zur Selbstwahrnehmung gehören also mindestens Zwei. Jeder kann des anderen Spiegel sein. Und wenn wir uns trauen den Andren zu betrachten und seine Reaktionen zulassen, dann werden wir unser wahres Selbst erkennen. Eine Mutprobe!

die begenung war flüchtig
zwei blicke kreuzten
ein kaltes schaudern
stinkend, dumm
und geifernd stolz
verbunden für sekunden
zwei leben lang getrennt
kein Leben zu retten
… doch du bist bereit
keine Taten erwartet
… doch du bist bereit
kein Schatten droht
… doch du bist bereit
die Gegner sie lachen
… und ihr Echo dröhnt
drum rette dich selbst
… du anti-zyklischer Held
Wieso fragen sich alle “Was kommt danach?” … nach dem Leben … was ist der Tod?. Wieso fragt keiner nach dem “Was war davor?” … vor diesem Leben … vor der Geburt … oder für die Spitzfindigen unter euch … vor der Zeugung. Keine Worte verschwenden wir dafür … es gibt nur das Leben und den Tod in unserem Denken … das Jetzt und das Danach.
Doch ist das angemessen? … ist diese Phase nicht ebenso bedeutungsvoll. Natürlich … da ist die Zeit … die läuft nun mal vorwärts und selten zurück … also was kümmert uns was gestern war … was davor war … es kommt nicht wieder. Doch ist das nicht zu simpel … und ignorant dazu … kann man Leben und Tod betrachten ohne das Davor mit einzubeziehen in unser Gleichungssystem … na gut, diese dritte Unbekannte wird die Lösung nicht einfacher machen … aber vielleicht korrekter.
Natürlich beschäftigen wir uns damit … werden die Naturwissenschafler unter euch jetzt sagen … die Suche nach dem Anfang an sich … ein Milliarden schweres Streben ist das. Doch ehrlich gesagt … wer kann euch schon trauen … die ihr alles durch das ständige Umwandeln von Energiezuständen erklären wollt.
Und die Religionsfraktion unter euch … auch euch höre ich reden … von Wundern und göttlichem Getue. Lasst mal gut sein … das hilft hier auch nicht weiter.
Beschäftigt man sich aber mit dem Gedanken “Was war davor?” … so sträuben sich einem die Nackenhaare … eine Abwehrreaktion … man will es nicht … man braucht es nicht. Wieso ist das so? … und wieso löst der Gedanke an das Danach nicht eben solche Reaktionen aus? Es könnte sein das wir den Tod dabei immer als die Verlängerung des Lebens glorifizieren … um es uns leichter zu machen … und sei es unbewusst. Wenn das so ist … dann ist das falsch … dann sollten wir uns von nun an sehr intensiv mit dem Davor beschäftigen … denn hier haben wir die reine Unfassbarkeit vor uns … nichts Verklärtes … etwas Unverdorbenes … die wahre Nicht-Existenz.
das Gute
… kommt aus dir
das Schlechte
… kannst du nichts für
du bist so rein, du bist so gut
… du bist der Edelmensch
*kotz*