Matador

geschrieben in nachdenkliches, sinnloses am Juni 15th, 2011 von ra.f.

Spiele nicht mit ihm, Matador
nimm den Degen und stoß  hinein,
hinein in sein Herz und teil es entzwei,
fühle, wie es explodiert.

Sieh ihm in die Augen, Matador
versteh seinen fragenden Blick, begreife den Schmerz
die Trauer und den kraftlosen Zorn
wenn das rote Tuch sich über seine Augen legt.

Du hast ihn bezwungen, Matador
diesen Berg aus totem Fleisch, gerissenen Sehnen
sieh, sein Blut verläuft im Sand; den Gott besiegt,
was bleibt dir jetzt noch du armer Wurm.

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Am Ende des Tages

geschrieben in persönliches am Mai 23rd, 2011 von ra.f.

Und was bleib am Ende des Tages? Was bleibt übrig wenn die Sonne am Horizont im Meer versinkt? Was dürfen wir mitnehmen und was müssen wir zurücklassen? Was kommt nach der Nacht die uns erwartet? Und werden wir träumen?
Du kennst nun alle Antworten. Alles ist vergänglich.
Das Leben ist wie Musik. Sie ist nicht der Komponist der sie ersinnt, sie ist nicht der Chor der sie singt,  nicht die Luft in der sie schwingt … Musik, das ist das Ohr in dem sie klingt.

(für Olga)

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Zeit zu gehen

geschrieben in menschliches am März 30th, 2010 von ra.f.

(Fortsetzung von “Das Konzert”)

Was hält sie noch hier auf dieser Bank? Sie kennt die Antwort auf diese Frage. Es ist diese wage Hoffnung, dieser immer wieder kehrende Wunsch endlich dem Richtigen zu begegnen. Doch wenn sie darüber nachdenkt wie denn dieser Eine sein soll, kommt sie ins schleudern. Dann verwirren sich ihre Gedanken, Widersprüche treffen aufeinander und am Ende bleibt nur die Sehnsucht und die Traurigkeit.

Die Sonnenstrahlen der Morgensonne fallen durch die laubfreien Äste der Bäume. Das Glitzern auf der Wasseroberfläche, wie tausend  helle Stimmen die sich durch ihre Augen Gehör verschaffen: “lebe” flüstern sie, “lebe wieder, lebe jetzt” flüstern sie. Sie kann nicht. Noch nicht. Die Ereignisse der letzten Nacht waren noch zu frisch. Sie erinnerte sich an ihren letzten bewussten Gedanken: “Zeit zu gehen” dachte sie und schluckte die handvoll Tabletten … Stille …  Müdigkeit … dann Tod.

Sie wusste nicht weshalb sie wieder erwacht war. Lag es an der Dosis? Sie fühlte sich elend, musste sich übergeben. Kurz darauf kamen die Erinnerungen wieder, die Erinnerungen an Ihn. Sie hatte ihn getroffen. Für Momente hatte er sie glücklich gemacht. Dann war er weg, weg für immer. Sie zog sich zurück, ihre Welt wurde kleiner, ihre Welt wurde einsam.

Sie hatte nicht mehr den Mut noch mehr Tabletten zu schlucken. Sie verließ ihr Wohnung fluchtartig, wie einen Tatort an dem sie sich schuldig gemacht hatte. Nur ihre Bank konnte ihr jetzt noch Trost verschaffen und Niemand der auf sie wartete.

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Todfeinde

geschrieben in kulturelles, sinnloses am Februar 9th, 2010 von ra.f.

Die beiden konnten sich nicht leiden. Schon seit Kindertagen prügelten sie aufeinander ein. Manchmal mit Worten, manchmal mit Schlägen, immer boshaft und immer maximal verletzend.

Jetzt standen sie sich gegenüber zum letzten Duell; bewaffnet, geladen und bereit.  Der Hass stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Heute wird es sich entscheiden. Unzählige Stunden der Wut, der Erniedrigung. All die Jahre und jetzt hier. Sämtliche Gemeinheiten kommen hoch und konzentrieren sich in diesem Moment. Einer muss verlieren, den höchsten Preis bezahlen. Jetzt wird es geschehen … entsichert! … der Finger am Abzug und der Abzug am Anschlag …

Die Nacht war stockfinster und totenstill. Niemand war hier, keine Zuschauer, kein schadenfrohes Gelächter, keine Anheizer. Niemand sieht wie sie auseinander gehen und den Sinn ihres Daseins zurück lassen…

Einige Zeit später fand man den einen erhängt in seinem Keller, der andere jagte sich in seinem Loch eine Kugel in den Kopf. Bei beiden fand man einen Zettel auf dem stand:

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Grenzgänger

geschrieben in menschliches am Oktober 17th, 2009 von ra.f.

grenzgaengernur ein schmaler grat
trennt schwarz und weiß
dazwischen ein leben
in unerträglicher einsamkeit
doch nähe zerstört
verfluchte gefühle
schmerz folgt schmerz
bis das blut die nacht erhellt

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All those moments …

geschrieben in kulturelles, nachdenkliches am Oktober 1st, 2009 von ra.f.

All those moments will be lost in time,
like tears in rain … time to die

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit,
so wie Tränen im Regen … Zeit zu sterben

Dieser poetische Satz stammt aus dem Film “Blade Runner” aus dem Jahr 1982 (siehe Wikipedia). Es geht um Vergänglichkeit, um die Tatsache das niemand weiß wie viel Zeit ihm noch bleibt, aber es irgendwann zu Ende sein wird. Jeder Moment ist kostbar, jeder Moment ist es Wert bewahrt zu werden, sei er fröhlich oder sei er traurig. Denn das Leben besteht nur aus Momenten und aus den Erinnerungen an sie.

Es geht nicht um Bedeutungslosigkeit. Denn was wäre der Regen ohne die Tränen … doch nur kaltes Wasser.


(Quelle: YouTubedeutsche Version )

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Perspektiven

geschrieben in gesellschaftliches, politisches am September 7th, 2009 von ra.f.

Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung
Hier ein Beispiel:
1. Perspektive einer Wissenschaft (hier klicken)

2. Perspektive einer Gesellschaft (hier klicken)

3. Perspektive eines Individuums (hier klicken)

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Depression

geschrieben in menschliches am September 6th, 2009 von ra.f.

Das Gefühl ist immer da … mal ist es stärker … mal ist es schwächer … steckt tief in mir, kommt aus mir. Kann es nicht greifen … es entzieht sich meinem Willen … ich hasse es, ich hasse mich. Möchte es aus mir schneiden … die Klinge verfehlt ihr Ziel … und der Alien wütet weiter … bedeckt mein Leben mit kalter Asche, fahlem Staub … Freude ist gestorben … bleibt nur Schuld, elendes Versagen … und Angst, immer wieder Angst.
Versteht mich nicht falsch … ich liebe das Leben … mehr als jeder andere … doch durch diesen Vorhang, eine schlechte Karikatur

… kann nicht mehr

… will nicht mehr

… “ich geh mal tod….

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fiktive Realität

geschrieben in gesellschaftliches am August 30th, 2009 von ra.f.

ZKM … eine Kanone mit vielen Läufen … durch jeden sieht man auf einen kleinen Monitor:

Im Wechsel …
Szenen aus Nachrichten
… von Kriegen und Kämpfen,
… von Gefangenen, Folterungen und Morden
Szenen aus Computerspielen
… von Kriegen und Kämpfen,
… von Gefangenen, Folterungen und Morden.

Was ist Realität und was Fiktion?
… Übergänge nicht mehr leicht wahrzunehmen
… die Welten vermischen sich
… augmented reality fatal

Doch nichts davon ist Wirklichkeit
… nur ein Kerl
… der durch den Lauf einer Kanone starrt
… und selbst das ist schon Vergangenheit

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Tage wie dieser

geschrieben in menschliches, nachdenkliches, persönliches am Juli 28th, 2009 von ra.f.

Tage wie dieser
… sind sonderbar
Tage wie dieser
… lassen zweifeln
Tage wie dieser
… werfen um
Tage wie dieser
… fangen auf
Tage wie dieser
… geben Mut
Tage wie dieser
… bestimmen Wege
Tage wie dieser
… sind selten
Tage wie dieser
… kommen nicht wieder

Und du merkst,
das du lebst
und nur langsam stirbst,
an Tagen wie diesem

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