Weihnachtsgedanken: Balance finden
geschrieben in alltägliches, menschliches am Dezember 24th, 2009 von ra.f.Beim Mittagessen erzählte ein Kollege von einer Regel die in Kantinen, Mensen und Großküchen angewandt wird, wie z.B in jener in der wir gerade saßen: “Steht an einen Tag ein “gutes” Menü auf der Speisekarte (gemeint ist ein vom Gast sehr gern genommenes Menü), muss auch das zweite angebotene Menü ein “gutes” Essen sein. Denn die meisten Gäste würden das erste Menü wählen, würde neben dem “guten” Essen ein weniger gern genommenes Menü angeboten werden, was wiederum zur Folge haben kann, dass die Küche Probleme bekommt mit den vorhandenen Gerätschaften die Nachfrage zu decken.
Wieso erzähl ich das? Irgendwie schwirrt mir diese Geschichte seit dem im Kopf herum. Aber wieso? Ist es die Schlussfolgerung aus dieser Regel, dass entweder immer zwei gute Menüs angeboten werden müssen oder eben zwei weniger gute Menüs, denn beides zu mischen schließt die Regel ja gerade aus? Naja, das ist jetzt eher etwas für Großküchentheoretiker.
Nein, worauf ich hinaus will, diese Regel ist ein schönes kleines Beispiel das zeigt, wie wichtig es ist eine richtige Balance zu finden. Gleichmäßig verteilt läuft es einfach besser.
Hier kommt nun die Weihnachten ins Spiel. An diesen letzten Tagen im Jahr, beginnend mit dem heutigen Tag – Heiligabend - kehrt für die meisten endlich etwas Ruhe ein. Und mit ein wenig Abstand wird man recht schnell erkennen wie es um die eigene Balance bestellt ist. Vielleicht zu viel Arbeit und vernachlässigtes Privatleben? Zu viel “ich” und zu wenig “wir”, oder gerade umgekehrt? Alles zugleich geht nicht, aber wenn man es gut verteilt, dann geht es wohl. Alles braucht seine Zeit, und diese Zeit muss man sich gönnen.
Ich wünsche allen ein frohe Weihnacht.






