Weihnachtsgedanken: Balance finden

geschrieben in alltägliches, menschliches am Dezember 24th, 2009 von ra.f.

James Jordan - Achieving balance

Beim Mittagessen erzählte ein Kollege von einer Regel die in Kantinen, Mensen und Großküchen angewandt wird, wie z.B in jener in der wir gerade saßen:  “Steht an einen Tag ein “gutes”  Menü auf der Speisekarte (gemeint ist ein vom Gast sehr gern genommenes Menü), muss auch das zweite angebotene Menü ein “gutes” Essen sein.  Denn die meisten Gäste würden das erste Menü wählen, würde neben dem “guten” Essen ein weniger gern genommenes Menü angeboten werden, was wiederum zur Folge haben kann, dass die Küche Probleme bekommt mit den vorhandenen Gerätschaften die Nachfrage zu decken.

Wieso erzähl ich das? Irgendwie schwirrt mir diese Geschichte seit dem im Kopf herum. Aber wieso? Ist es die Schlussfolgerung aus dieser Regel, dass entweder immer zwei gute Menüs angeboten werden müssen oder eben zwei weniger gute Menüs, denn beides zu mischen schließt die Regel ja gerade aus? Naja, das ist jetzt eher etwas für Großküchentheoretiker.
Nein, worauf ich hinaus will, diese Regel ist ein schönes kleines Beispiel das zeigt, wie wichtig es ist eine richtige Balance zu finden. Gleichmäßig verteilt läuft es einfach besser.

Hier kommt nun die Weihnachten ins Spiel. An diesen letzten Tagen im Jahr, beginnend mit dem heutigen Tag – Heiligabend -  kehrt für die meisten endlich etwas Ruhe ein. Und mit ein wenig Abstand wird man recht schnell erkennen wie es um die eigene Balance bestellt ist. Vielleicht zu viel Arbeit und vernachlässigtes Privatleben?  Zu viel “ich” und zu wenig “wir”, oder gerade umgekehrt? Alles zugleich geht nicht, aber wenn man es gut verteilt, dann geht es wohl. Alles braucht seine Zeit, und diese Zeit muss man sich gönnen.

Ich wünsche allen ein frohe Weihnacht.

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Erebus piano

geschrieben in kulturelles am Dezember 6th, 2009 von ra.f.

Erebos (gr. ῎Ερεβος von ἔρεβος „dunkel“, lat. Erebus) ist in der griechischen Mythologie der Gott und die Personifikation der Finsternis. (siehe Wikipedia)

Dieser düstere Geselle bildet heute den Rahmen für mein kleines Geschenk an euch zum 2. Advent, zum Nikolaustag. Es ist ein kleines, gefühlvolles Stück das ich vor kurzem entdeckt habe.  Etwas Entspannendes und so gar nicht finster. Sehr passend für den heutigen Tag, wie ich finde.  Hört selbst …

Erebus (piano)

Einen schönen 2. Advent wünsch ich.

Zur Info: das Stück stammt vom italienischen Multimedia Künstler Andrea Baroni und ist ein Remix eines Soundtracks aus  dem C64 Computerspiel Erebus aus dem Jahr 1986,  komponiert  von Dave Lee.

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sinnlose Weihnacht?

geschrieben in gesellschaftliches, persönliches am Dezember 2nd, 2009 von ra.f.

Foto Quelle: "vintage little girl dressed up for christmas time" von freeparking (Flickr)Ein Weihnachten ohne Geschenke … wäre das schlimm? Ein Weihnachten ohne Christbaum, Weihnachtsgans, Glühwein trinken  … wäre das schlimm? Ein Weihnachten ohne den jährlichen Kirchenbesuch, ohne Kerzenlicht und Bescherung … wäre das schlimm?

Wird die Welt dadurch besser das es Weihnachten gibt? Sterben an Weihnachten mehr Kinder an Unterernährung oder mehr Erwachsene an Herzverfettung? Ist das Licht aller Weihnachtsbäume zusammen heller als das Licht aller Bombeneinschläge?

Kann mir jemand sagen, was an Weihnachten wirklich wichtig ist? Die Familie, die Weihnachtsgeschichte, Gefühle von Geborgenheit?

Foto Quelle: "Weihnachtsfest mit Gaststudent" - Bundesarchiv Bild 183-79060-0002, Berlin (Wikimedia Commons)

All diese Fragen sind rhetorisch und völlig bedeutungslos.  Mir reicht es wenn ich an Weihnachten einen einzigen glücklichen Menschen sehe. Und ja, für diesen einen glücklichen Menschen lohnt sich der ganze Aufwand.

Jeder von euch hat wahrscheinlich seine eigene Vorstellung von dem was ihm an Weihnachten besonders wichtig ist. Wenn ihr Lust habt schreibt es mir doch in den Kommentar. Würde mich ehrlich sehr interessieren.

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Engel

geschrieben in menschliches, philosophisches am Dezember 1st, 2009 von ra.f.

So nun ist es wieder soweit, seit Sonntag ist es offiziell, die Weihnachtszeit hat begonnen. Ein guter Grund für mich hier mal etwas beschaulichere Worte zu schreiben. Zum Beispiel über Engel.

“Wie bitte, jetzt spinnt er völlig!” höre ich den einen oder anderen jetzt sagen. Aber nein, ich mein es völlig ernst, ich möchte über Engel erzählen. Warum auch nicht, denn sind wir mal ehrlich, der einzige Grund warum wir solch ein Thema als kitschig, kindlich oder einfach nur naiv abtun, ist die graue Realität die wir täglich erleben, voll mit  belanglosen Heilsbotschaften. Darin ist Rationalität und Härte gefragt und nicht irgendwelche Sentimentalitäten. Apropos Realität, aber genau darum geht es mir! Denn ich möchte hier gar nicht irgendwelchen esoterischen Unsinn über himmlische Wesen mit Flügeln berichten.

Ob es einen Himmel gibt weiß ich nicht. Das es Engel gibt, da bin ich mir sicher. Und ich bin sicher auch Du bist in deinem Leben bereits einem begegnet. Denn dieser Engel brachte Dir eine Botschaft, nur für Dich; und diese Botschaft hat Dich verändert; hat etwas in Dir verändert; Dir einen neuen Weg oder eine neue Sicht eröffnet und Dich vielleicht ein Stück weit begleitet.  Dazu waren keine besonderen Handlungen nötig, keine besonderen Ereignisse mussten geschehen, nur seine Anwesenheit war ausreichend dafür. Mag sein, dass Du es damals nicht erkannt hast, aber im Rückblick ist es Dir bewusst geworden.

Sicherlich wirst Du diesen Menschen, von dem ich hier rede, nicht unbedingt als einen Engel bezeichnen. Aber die Bezeichnung spielt auch keine besondere Rolle. Ich bezeichne diesen  Menschen – und möchte damit seine Besonderheit unterstreichen – als einen Engel. In Deinem Leben haben solche Menschen vermutlich andere Namen. Aber Du weist von wem ich rede und die Dankbarkeit diesem Menschen gegenüber begleitet Dich immer.

Mag sein das jetzt immer noch der ein oder andere der Meinung ist, dass ich hier infantilen Unsinn von mir gebe. Vielleicht ist es das ja auch, mag sein. Wie auch immer, ich akzeptiere diese Meinung. Meiner Überzeugung wird es nicht schaden.

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